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Archiv: Neuigkeiten und politische Lage in Nepal im Jahr 2006
22.12: Ehemalige Gurkha
Soldaten sollen Waffenmanagement überwachen. Die Regierung udn die MAoisten haben sich geeinigt, dass 100 ehemalige Gurkhasoldaten die Waffenvereinbarung überwachen sollen und dafür eingestellt werden sollen. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/6247577.stm
13.12 Die TRC Regelung,
welche jeden Trekker verpflichtet, über eine Agentur mindestens einen Träger oder Führer zu buchen, wurde ohne Begründung vom Tourismusministerium vorübergehend ausser Kraft gesetzt. Es war allerdings auch nie von der Regierung offiziel in Kraft gesetzt worden.
8.12: Der König muss zum ersten mal seit Errichtung des Königreichs wie ein normaler Bürger Steuern zahlen. Nein ,noch keine Einkommenssteuer, aber schlicht Einfuhrzoll für Dinge die er per Luftfracht
aus indien oder Bankok bekommt. Bisher wurde Früchte, Gemüse und andere Dinge natürlich einfach durch den zoll gewunken .http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/6161181.stm
16.12.2006 Einigung über die vorläufige Verfassung zwischen den 7 Parteien und den Maoisten. Die wichtigsten Punkte finden sie unter http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?nid=94695
12.12. Die TRC Regelung wird vorläufig zurückgezogen , so dass man zur Zeit wieder individuell und ohne Zwangsbegleiter in den gängigen Trekkinggebieten trekken kann. Dies
geht aus einem Rundschreiben von TAAN an die Trekkingagenturen hervor. Es wurde keine Begründung von TAAN oder der Regierung angegeben, so dass man auch nicht weiss, ob und wann es wieder eingeführt werden wird.
21.11. Regierung und Maoisten unterzeichnen endlich das Friedensabkommen!
Endlich nach nochmaliger dreistündiger Verzögerung wurde dass Friedensabkommen unterzeichnet.
Es sieht vor, dass alle Kampfhandlungen eingestellt werden.
Die Maoisten ziehen ihre Armee in 7 Lager zurück. Dort werden auch ihre Waffen in Gebäude eingeschlossen, welche von der UN überwacht werden.
Auch die Armee wird ihre Waffen zum großen Teil einschließen.
Die Maoisten nehmen an der Regierung teil und dem Parlament werden 73 Abgesandte der Maoisten beigefügt.
siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/6169746.stm , http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/6171586.stm
oder der volle Wortlaut in einen inoffiziellen Übersetzung von Nepalnews
20.11. Das Friedensabkommen zwischen Regierung und Maoisten noch immer nicht unterschriftsreif. Einen Tag vor der verschobenen aber nun für Dienstag den 21.11 vorgesehen Termin der Unterschrift bleiben trotz
Discussionsmarathons noch immer unklarheiten bestehen. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=92048
21.11 Nach einer dreiwöchigen Verzögerung ist das TRC eingeführt worden. Ab sofort darf man in den Trekkinggenbieten Annapurna, helambu/Langtang und Everest nur noch mit einem durch einen registreierte Agentur
beantragten Permit trekken. Vorraussetzung ist dass mindestens ein Führer oder Träger der Trekkingagentur mitgeht und die Trekkingroute im Voraus geplant und eingetragen wird. Ein Treck auf eingen Fuast ist damit
nicht mehr möglich. Das Mitführen des Permits und die Papiere der Begleitperson werden an strategischen günstig gelegenen Kontrollpunkten überprüft.
17.11 Die Maoisten rekrutieren noch immer Kinder.
Diese werden entweder mit Versprechen gelockt aber of auch mit Gewalt entführt so dass manchmal ganze Schulen zur revolutionären Ausbildung entführt werden. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/6158206.stm
15.11. Nach verschiedenen Aussagen von Trekkern fordern die Maoisten weiter Trekkinggebühren
von ca 100 Rupien am Tag sowohl im Annapurna-, helambu/Langtang- sowie im Everestgebiet. Nach dem Waffenstillstand wir dies selbst unter den Augen der Armee gemacht, die sich daran nicht mehr stört.
7.11 Regierung und Maoisten einigen sich auf ein Friedensabkommen.
Nach zähen Ringen wurde ein gemeinsamer Entwurf gezeichnet. Er sieht unter anderem die Erweiterung des Parlament mit der Beteiligung von maoistischen abgesanten, eine Teilnahme an der Regierung und dass sich die Maoisten in sieben Hauptlager zurückziehen. Eine verglichbare Menge an Waffen der Maoisten wie de rArmee werden in Lagern abgeschlossen , welche von der UN beaufsichtigt werden sollen. siehe http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2230436,00.html?maca=de-aa-pol-857-rdf , http://www.nzz.ch/2006/11/09/al/articleEN4EG.html , http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/6126830.stm
Aktuelles aus Nepal, die aktuelle politische Lage:
Die Einführung des TRC ist vorerst auf den 21.10 verschoben worden
Sondergenehmigungen für Tibetreisen sollen ab 1 Oktober abgeschafft werden. Dann soll man einfacher einreisen können und nicht mehr eine Gruppenreise buchen müssen. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,436678,00.html , daraus ist aber bisher nicht richtiges geworden.
Das TRC Permit ist noch nicht in Kraft.
Spätestens am 27 Oktober soll es aber verbindlich vorgeschrieben werden. Dann darf man auch in den Standardgebieten nur mit einem von einer registrierten Trekkingagentur Führer oder Träger trekken gehen. Ursprünglich sollte es schon zum ersten Oktober eingeführt werden, dann zum 21. Ich fürchte, dass der Zwang nur mit Begleitung trekken zu dürfen, einen desaströsen Einfluss auf die Anzahl Trekker haben wird.
Das Drama am Nagpa la
. Chinesische Soldaten haben am 30 September auf unbewaffnete tibetisches Flüchtlicnge geschossen, welche über den Nangpala nach Nepal und Indien flüchten wollten. Dabei wurden mindestens zwei Flüchtlinge darunter eine junge Nonne kaltblütig ermordert. http://www.mounteverest.net/news.php?news=15182 , http://www.savetibet.org/news/newsitem.php?id=1040 , http://www.protv.ro/filme/exclusive-footage-of-chinese-soldiers-shooting-at-tibetan-pilgrims.html#4265
Es ist so erschütternd wie die Tibeter noch immer durch die Chinesen unterdrückt werden und wenn sie fliehen werden sie einfach erschossen. Als ich vor zwei Jahren am Nangpa la war, sind auch gerade ein Gruppe
darüber geflüchtet, die hatten aber Glück gehabt, auch wenn manche von ihnen schneeblind wurden, http://www.nepal-dia.de/BKD-Reisebericht_Khumbu/BKD-Nangpa_la/bkd-nangpa_la.html
Siehe die Extraseite TRC Das neue Permit, welches individuelles Trekking verbietet
10.9 TRC Trekking Registration Certificate
, die Führung von TAAN hat die Gelegenheit mit beiden Händen ergriffen, jede freie Begleitung oder Eigentour ohne Führer zu unterbinden. Aus verschiedenen Mails und Anfragen geht klar hervor, dass sie darauf bestehen, dass ein TRC nur ausgestellt wird, wenn über die gleiche Agentur ein Führer oder Träger engagiert wird. Die Checkposts werden jeden zurückweisen, der ohne TRC trecken geht und alle nepalesischen Begleiter müssen ein Mitgliedsausweis der ausstellenden Agentur mit Foto dabei haben. Ich glaube nicht, dass der Vorwand, nämlich eine bessere Betreuung durch eine EDV Erfassung und Eintrag in eine Datenbank so schnell realisiert werden wird. Eher dass sie bald vollständig vergessen wird, sobald man auch so Geld abzocken kann.
Siehe die Extraseite TRC Das neue Permit, welches individuelles Trekking verbietet
22.8 Die Regierung beauftragt Die Touristenveranstalter Vereinigung TAAN eine Kontrolle der Trekker einzurichten. Man wird ein über eine Agentur ausgestelltes Permit benötigen und selbst engagierte Träger
und Führer sind nicht mehr erlaubt. Es ist zum Kotzen wie die Eliten in Nepal auch in den fürs Land schwierigen Zeiten nur an ihr eigenes Wohl denken. Denn damit können die Agenturen das Geld abziehen und den
Trägern nur ein Brosamen abgeben.
[Nepal Government assigns TAAN to implement Trekking Registration Certificate (TRC)
Registration Required for trekkers
With a view to checking illegal operations in the trekking business and ensuring safety and security of trekkers, the Nepal Government has introduced a new rule that requires all trekkers to go on trekking in
various parts of the country only through registered trekking agencies after having a Trekking Registration Certificate (TRC) from Trekking Agents Association of Nepal (TAAN). As an umbrella organization of more
than 550 registered trekking companies of Nepal, TAAN has been authorized by the Nepal Government to issue TRC and the new rule is scheduled to come into force from October 1, 2006. TAAN will charge a minimum amount
of money as administrative and service fee for issuing TRC. As a record of trekkers, TRC incorporates their personal details, trekking routes, duration, etc. The provision is introduced in order to upgrade the
service standard and for better management of sustainable mountain tourism development in Nepal. Trekking without TRC is illegal and subject to charge fines and other punishments in accordance with the laws of the
Nepal Government.
Importance and Necessity of TRC
It is very important to have a kind of monitoring and facilitating system in place for any sort of outdoor activity that involves physical risk.
Trekking is a major outdoor activity in Nepal's mountain tourism. Given the rugged physical condition and remoteness of almost all trekking areas of Nepal's Himalayan mountain region, a record system is very
essential that would be helpful in monitoring the safety and security of trekkers. The past experiences have shown that difficulties have been faced while carrying out rescue operations promptly during the times of
natural calamities. Because of lack of proper record system of trekkers, their exact whereabouts and the information about trekking routes, rescue and search missions used to face difficulties in spotting the
trekkers missing.
The Nepal Government is very serious about implementing TRC as a mechanism to control all sorts of anomaly, including illegal operations, and ensure safety and security of trekkers.
Therefore, TAAN, as a national tourism organization working in the field of sustainable mountain tourism in Nepal, has been entrusted with the responsibility of implementing TRC. As per TAAN’s proposed hassle-free
procedure, TRC is being issued to each and every trekker traveling only through the registered trekking agencies.
The decision regarding the introduction of TRC is a welcome step taken in its policies and
programmes by the Nepal Government. So, TAAN is in the process of developing a well-managed and efficient system with nominal service charge of Nepali rupees 250 (equivalent US$ 3.5 only) to implement TRC in the
open trekking areas of Nepal. TRC is going to be issued from convenient locations of Kathmandu and Pokhara.
TRC Issuing System
The following considerations have been taken into account in the process of issuing TRC:
1. All important details of trekkers and trekking routes will be maintained on a computerized record system that may
be useful for safety and security of trekkers and field-staff.
2. The data generated from the system will be useful to all stakeholders -- tourism organizations, government agencies, diplomatic missions, tour
operators, research institutes, etc.
3. Unauthorized trekking operations will be controlled, thus, resulting into better management of trekking service and in benefit of all concerned - trekkers, agencies,
field - staff, government, etc. and also occasional untoward incidents will be better prevented.
4. TAAN will be able to work more in its effort of preservation of natural and cultural environment in
cooperation with local communities. This, in turn, will enable to promote sustainable tourism.
5. The issue of TRC will be so simplified that it would be prompt and inexpensive. The convenient TRC counter in
Kathmandu will remain open 12 hours a day all the seven days a week round the year. Pokhara counter will be opened for 9 hours a day. The TRC counters will be located close to the counters of the National Parks and
Conservation Areas.
6. TAAN’s Media Centre will have updated information about the conditions of trails and other relevant insights into the trekking areas. The same information also will be updated
frequently in the TAAN's web page. Some of the check posts along the trekking routes will be equipped with telephone services by TAAN.
Appeal
All the concerned government agencies have been requested
to provide required cooperation to TAAN in TRC implementation and monitoring process. While developing the TRC issuance mechanism, TAAN has made it sure that a well organized efficient system is developed. Any
inconvenience that may arise due to implementation of this new rule is regretted.
TAAN also asks all concerned stakeholders to help disseminate the information to potential trekkers to Nepal and other related
offices and agencies.
Thank you for your kind support and cooperation.
For further information, please contact at TAAN Media Centre P.O. Box: 3612 Ganeshthan, Maligaon, Kathmandu, Nepal
Tel: 977-1-442773, 977-1-4440920, 977-1-4440921, Fax: 977-1-4419245 Email:taan@wlink.com.np/ Url: www.taan.org.np
21.8 Maoisten stürmten ein Versammlung der rechtsgerichteten Hinduorganisation Shiv sena. Sie beschuldigten sie , Monarchisten zu sein. Die Hinduorganisationen wiedersetzten sich stark der
verkündeten Säkularisation. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5270688.stm
20/21.8 Preiserhöhungen bei Erdölprodukten- Demonstrationen -Rücknahme der Preiserhöhung Nachdem die Regierung die Preise um bis zu 25 % erhöht hatte, brachen in Kathmandu und im Rest vom Land
heftige und gewalttätige Proteste aus. darauf musste die Regierung die Preiserhöhung zurücknehmen. Da aber die Preise der aus Indien importierten Erdölprodukte davon unabhängig hoch bleiben, weis ich nicht, wie der
Staat das auf Dauer durchhalten wird. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/5268048.stm , http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5269202.stm
11.8 Der Armeechef Thapa geht vorzeitig in Ruhestand.
Die Rolle General Thapas bei den letzten Aufruhr, die zum Sturz des Königs führte, war umstritten und wird noch untersucht. Er beginnt jetzt noch einen einmonatigen Urlaub bevor er dann in den Ruhestand tritt. Dies ist anscheinend in Nepal für den Armeechef so üblich. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/4782883.stm
9.8 Regierung und Maoisten einigen sich über Waffenkontrolle durch die UN. Die Einigung sieht vor, dass die Armee ihre Waffen in den Kaserne behalten und die Maoisten ihre Waffen ein einigen Camps
behalten werden. Dies soll durch die UN überwacht werden. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/4775855.stm , http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/4790399.stm
8.8 Maoisten werden für eine Übergangszeit weiterhin “Spenden” eintreiben. Baburam Bhattarai erklärte, dass die zurzeit nötig sein um die Kosten der Befreiungsarmee und der Partei zu decken und dass
deshalb weiter Spenden von den Unternehmern verlangt würden. Wenn dann eine Gemeinsame Regierung gebildet sein wird, und die Maoisten für ihre Armee auch ein Teil der regulären Steuern bekämen könnten sie damit
aufhören. Ich vermute dass deshalb auch in der nächsten Treckingsaison von Touristen Spende abgepresst werden werden. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=82100
2.8 Die Maoisten treiben weiterhin “Donations” ein. Im Distrikt Bardia wurde eine große Campagne begonnen die von Geschäftsleuten Spenden fordert. Als Begründung sagen die Maoisten, dass schon alleine der
unterhalt eines Bataillons der Befreiungsarmee monatlich 300000 Rupien kosten würde. In der Vereinbarung zwischen Maoisten und Regierung war explizit festgelegt worden, dass keine “Spenden” mehr eingetrieben werden
sollen. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=81533
31.7 Durch den Ersatz der Tiermedizin Diclofenac durch Meloxicam sollen die nepalesischen Geier vor dem Aussterben gerettet werden. Die Geieranzahl ist in den letzen Jahren um bis zu 90 %
zurückgegangen. Ein Pakistanische Untersuchung fand heraus dass dies auf Rückstände von Diclofenac in toten Haustieren zurückzuführen war. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5226464.stm
28.7 Ein UN Team unter Leitung von Staffan de Mistura kommt nach Kathmandu und beginnt die ersten Gespräche mit den Maoisten. Anwesend war sowohl Prachanda wie Baburam Bhattarai sowie die anderen
Gesprächsteam- mitglieder. Hauptthema ist die Überwachung der Waffen auf beiden Seiten durch die UN, wie dies im 8 punkte Programm vereinbart worden war. Die Gespräche sollen positiv verlaufen sein.http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=81025 http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5223122.stm
24.7 Prachanda kritisiert in einem Brief an die UN heftig die Anfrage der Regierung.
Wie schon am 6.7 beschreiben, hatte die Regierung die UN gefragt, die Waffen zu beaufsichtigen. Die Waffen der Maoisten sollten zentral gesammelt und überwacht werden, während die Waffen der Armee in den Kasernen eingeschlossen werden sollten. In einem strengen Protestbrief schreib Prachand dass dies ohne Abstimmung geschehen sei und er mehrere Punkte ablehne. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=80606
10.7 Die Maoisten wollen Tourismus fördern. In einer Rede vor den Tourismusunternehmern sagte
Prachanda das der Tourismus ein wichtiges Potential für Nepal ist und der Maoisten auch nicht die Privaten unternehmen verstaatlichen wollen. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=79189
6.7 Regierung fragt UN die Waffen beider Seiten zu beaufsichtigen. Die Maoisten haben sehr ungehalten darauf reagiert, da sie nicht vorher gefragt worden sind http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5153280.stm
3.7 Der Königsgeburtstag ist kein Feiertag mehr
. Bald bleibt ihm aber wirklich gar nichts mehr http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5142914.stm
3.7 Prachanda sagt, das die MAoisten keine erzwungenden Spenden mehr eintreiben werden. Mal gucken ob das auch für uns Touristen gilt. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=78552
30.6 _Gewaltverzichtverzicht der Maoisten. Prachanda erklärt, dass mit dem Abkommen zur Wahl einer konstituierenden Versammlung duie Maoisten der der Gewalt absagen. siehe http://news .bbc.co
.uk/2/hi/south_asia/5134162.stm
21.6 Die Maoisten wollen ihre Waffen erst abgeben, wenn eine neue Verfassungsgebende Versammlung gewählt ist. siehe http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5101166.stm
16.6 Maoisten und Regierung reden miteinander
. Koirala und Pranchanda haben sich in der Residenz des Premierministers getroffen.. Die Maoisten sollen mit in die Regierung kommen siehe http://www.kantipuronline
.com/ktmpostarc.php?id=3&pubdates=2006-6-16 und http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5085760.stm http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=76798
13. 6 Dei Maoisten erichten einen eigenen Checkpoint auf der Straße nach Jiri. http://www.kantipuronline
.com/ktmpostarc.php?id=3&pubdates=2006-6-14Dieselbe Brücke musste ich mal überqueren, als sie während einer Straßenblockeade durch kleine Sprengsätze vermint worden siehe : Streik, zu Fuß von Jiri bis zur
Hauptstraße http://www.nepal-dia.de/BKD-Reisebericht_Khumbu/BKD-_jiri_Strasse_strei_Makois/bkd
-_jiri_strasse_strei_makois.html
11.6 Die Maoisten wollen 50 Millionen Rupien "Steuern " in der Provinz Chitwan einsammeln. Schon
vor einem Monat wurden Angestellte und Behörden aufgefordert diese Steuern zu bezahlen. Lehrer zum Beispiel müssen einen halben Monatslohn bezahlen http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=76276
11.6 Das Parlament entzieht dem König das Vetorecht bei Gesetzen. Einstimmig wurde beschlossen, dass der König Gesetze nicht mehr durch ein Veto verhindern kann. Nachdem ihm am 18.5 schon viele
Machtbefugnisse wie zum Beispiel der Oberbefehl über die Armee oder das Recht zur Parlamentsauflösung genommen worden waren, hat er nun nur noch repräsentative Aufgaben aber keine Machtbefugnisse mehr. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/5068604.stm
9. 6 Koirala in Indien.
Auf seiner Visite in Indien wurden Koirala von Indien ein Hilfpaket von 212 Millionen USD zugesagt. In einem Interview sagte er, dass er die Teilnahme der Maoisten an der Regierung begrüßen würde. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5064880.stm
9.6 Fernsehinterview von Pranchanda
. Im ersten Fernsehinterview, das er je gegeben hatte, warnte der Führer der Maoisten Prachanda vor einem weiteren Blutvergießen, wenn nicht bald Wahlen zu einer
konstituierenden Versammlung abgehalten würden und sich das jetzige Parlament weiterhin als Vertreter des Volkes ansehen würden. Er kritisiert scharf die Parteien , die nahtlos an die Zeit vor der Machtübername
anknüpfen würden. Ihm schwebt vor, dass bis zu den Wahlen Parteien und Maoisten zusammen eine Interimsregierung bilden müssten. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=76014
6.6 Mehrere Bewaffnete Raubüberfälle in den letzten zwei Wochen. In den letzten zwei Wochen wurde
mehrere Bewaffnete Raubüberfälle auf Banken und Privathäuser durchgeführt. Die schwer bewaffneten Täter kamen oft im Minibus und eröffneten auch mehrmals das Feuer, so dass mehrere Tote zu beklagen sind. für
mich ist das ein Zeichen, dass sich im Kathmandutal im Folge der politischen Umwälzung die Sicherheitslage verschlechtert hat. Allerdings sind schon viele der Täter identifiziert und/oder verhaftet worden. 2.6 Große
Demonstration der Maoisten in Kathmandu Die erste öffentliche Demonstration seit 2003 hatte um die 200 000 Teilnehmer. Viele von ihnen sind aus dem Rest des Landes, besonders dem Terai, hergekommen. Die
Demonstration verlief absolut friedlich. Von Seiten der Maoisten wird den SPA (Sieben Parteien Bündnis = Seven Party Alliance) vorgeworfen, nicht schnell genug ein Wahl für eine verfassungsgebende Versammlung
anzustreben. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/5039788.stm
30.5 Der totgesagte australische Bergsteiger Lincoln Hall überlebt am Everest. Lincoln Hall war nach der Besteigung des Everestes in schlechtem Wetter beim Abstieg zusammengebrochen. Nachdem ihn seine
beiden Sherpas nicht mehr herunterhelfen konnten und sich selber im Sturm retten mussten, wurde er zurückgelassen und jeder war sicher, dass er tot sei. Am nächsten Tag fand ihm ein amerikanischer
Bergsteiger noch lebend vor, und er konnte dann am Tag von seiner Crew gerettet werden. Natürlich hat er Erfreirungen aber sonst ist er recht heil geblieben. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=75187
29.5 Everestmarathon
hat 120 Teilnehmer. Er geht vom Base Camp nach Namche Bazaar. Wofür ich mindestens drei Tage einplane, lief der Sieger in 3 Stunden und 28 min. http://www.everestmarathon.com/german.htm , http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=75187
26.5 Die ersten Verhandlungen
zwischen Regierung und Maoisten beginnen in einer "guten" Athmosphäre http://www.kantipuronline.com/ktmpostarc.php?id=3&pubdates=2006-5-26
25.5 Heftige Proteste von Hindus im Süden von Nepal. In der Stadt Birgunj kam es zu heftigen Protesten und einem Generalstreik durch Hindu-Organisationen . Sie sind dagegen, dass Nepal von einem
Hindukönigreich zu einem säkularen Staat werden soll, wie es die Parlamentsresolution ausdrücklich sagte.
22.5 Pranchanda verlangt nicht, dass die Maoisten die Regierung bilden. Schon nur dass dies offiziell
verkündet wird, zeigt für mich, dass die Maoisten nach ihrer Überzeugung genau diesen Anspruch haben, denn sonst würden sie einfach auf Wahlen drängen um ihre Legitimation zu bekommen. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=74347
22. 5 Konflikt zwischen Unternehmern und den Maoisten. Die Unternehmer im Süden bei Birgunj hatten
zwei Tage ihre Fabriken aus Protest von Maoistenerpressungen geschlossen. Sei hatten damit gedroht, ihre Fabriken unbegrenzt geschlossen zu halten. Heute haben sie anscheinend genügend Garantien bekommen und
die Fabriken arbeiten wieder. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=74343
19.5 An verschiedenen Stellen in In- und Ausland werden schon die königlichen Insignien von Botschaften und
Regierungsgebäuden entfernt. Auch die vielen Großen Plakate mit Losungen vom König wurden in Kathmandu abgebaut
18.5 Proklamation zur Rolle des Königs von den sieben Parteien und dem Kabinett abgesegnet. Die ursprünglich für Montag vorgesehene Proklamation wurde jetzt abgesegnet. Sie sieht eine weitestgehende
Entmachtung des Königs und Verslust seine Privilegien vor. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=74050
hier die einzelnen Punkte, die einstimmig vom Parlament angenommen worden sind:
- Der Regierung heisst nicht mehr "Königliche Regierung" von Nepal sonder nur noch "Regierung von Nepal"
- Nepal wird ein säkularer Staat
- Die Nationalhymne wird geändert
- Der Name "königliche nepalesische Armee" wird in "nepalesische Armee" geändert
- Der König ist nicht mehr Oberbefehlshaber der Armee und kann nicht mehr die Mobilisation ausrufen
Die Armee und alle Sicherheitsdienste werden direkt dem Parlament unterstellt
- Der Ministerrat bestimmt den Armeechef
- Rajparishat ( ein königlicher Rat mit Machtbefugnissen) ist abgeschafft
- Das Parlament wird alle Gesetze überprüfen und ggf. ändern oder abschaffen welche sich auf die Thronfolge beziehen
- Alle Exekutivrechte liegen beim Ministerrat
- Der Premierminister ruft das Parlament ein
- Das Parlament bestimmt die Ausgaben des Königspalasts
- Der König muss auf seine Einkünfte und Vermögen Steuern bezahlen
- Im Parlament dürfen Fragen zum ungesetzlichen Verhalten des Königs gestellt werden
- Die königlichen Bediensteten werden durch zivile ersetzt
- Der Ministerrat entscheidet über Sicherheitsmaßnahmen des Königspalasts
- Alle Verfassungsbestandteile von 1990 und andere Gesetzte welche gegen diese Proklamation verstossen sind null und nichtig.
Das ist schlicht eine Revolution!
Jetzt wird sich noch zeigen müssen ob der König nachgeben wird oder ob er mit der Armee zu putschen versucht.
hoffen wir auf die friedliche Variante.
http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=74044
17.5. Die vermisste deutsche Treckerin Kristina Kovacevic wurde in einer Schlucht bei Dole tot aufgefunden.
Als ihre Schwester Kristina in Namche Bazar ankam, um dort mit der Suche zu beginnen, wurde sie dort von der Polizei informiert. Dole ist die erste Tagesetappe, wenn man von Namche Bazar nach Gokyo
gehen will. Noch weiss man nicht den Grund ihres Todes. Sowohl ein Unfall wie ein Verbrechen kommen in Frage.
16.5 Straßenunruhen und brennende Autos in Kathmandu Nachdem eine für Montag den 15. Mai
angekündigte Proklamation durch das Parlament, in dem die Befugnisse des Königs stark eingeschränkt werden sollten, auf das Ende der woche verschoben wurde http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4771795.stm kam es am folgenden Tag zu massiven Strassenunruhen in Kathmandu.
Regierungsautos wurden mit Steinen beworfen und vier davon angezündet. An vielen Kreuzungen brannten Stapel von Autoreifen. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4985792.stm , http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=73870 . Die Proteste richteten sich auch gegen den Früheren PM Deuba, dem
vorgeworfen worden ist, dass er die Königsmacht bewahren wollte, Dieser dementierte dies aber deutlich http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=73875
12. Mai Der Führer der Maoisten Prachanda wird die Friedensverhandlungen führen. Der starke Mann wird persönlich nach Kathmandu kommen. Bei den zwei vorherigen Verhandlungsrunden waren die
Verhandlungen durch andere Verhandlungsführer durchgeführt worden. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4764805.stm In einem Interview betonte Prachanda aber auch, dass wenn die
Regierung nicht die “wahren Wünsche der Bevölkerung “ erfüllen würde, der bewaffnete Kampf weitergehen wird. Das heißt für mich übersetzt: Entweder macht ihr freiwillig was wir
wollen oder wir werden euch eben mit Waffengewalt dazu zwingen.
11. Mai Zwei gefangene hochrangige Maoisten sollen freigelassen werden. Sie waren 2004 in Indien
festgenommen worden. Nun soll die Anklage auf Mord fallen gelassen werden und sie in den nächsten Tagen freigelassen werden http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4760947.stm
7. Mai die Regierung annulliert alle Berufungen , welche während der Königsherrschaft in den letzen zwei
Jahren vorgenommen wurden. Darunter fallen sowohl Berufungen auf Ämter in Nepal wie auch der Zurückruf von 12 Botschaftern. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4982722.stm
2.5 Die neue Regierung kündigt einen 3 monatigen Waffenstillstand mit den Maoisten an. Nachdem
dies ja schon von den Maoisten verkündet worden war, sind jetzt beide Seiten dabei. dies wird auf jeden Fall Kurzfristig den Menschen eine erleichternde Atempause geben. http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4969422.stm am nächsten Tag haben die Maoisten in Friedensgesprächen eingewilligt: http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4969422.stm
30.4 Parlament will ein verfassungsgebende Versammlung einberufen. Da die jetzige Verfassung dem
König sehr viele Rechte einräumt, die er ja in der Vergangenheit sogar noch überschritten hat, wollen die Parlamentarier im Rahmen einer verfassungsgebenden Versammlung eine neue Verfassung erarbeiten. Darin
dürften die Befugnisse stark zurückgeschnitten werden oder sogar ganz abgeschafft werden. Dies war und ist auch eine der Hauptforderungen den Maoisten. siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4960100.stm
29.4 Koirala ist zum Premierminister vereidigt worden. Gestern konnte der 85 jährige dies wegen einer Lungenentzündung noch nicht tun, dies wurde heute im königspalast nachgeholt. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=72395
29.4 Kronprinz Paras ist wieder einmal in einen Unfall verwickelt. Als er vom Golfspielen in Gokarna
zurück fuhr stieß er wohl leicht mit einem Bus einer Hochzeitsgesellschaft zusammen. er fuhr sofort weiter, was
unter Sicherheitsaspekten absolut normal ist. Die hochzeitsgesellschaft wurde aber 45 min in Polizeigewarsam genommen - ja so ist Nepal....
Neimand wurde verletzt und der Sachschaden ist minimal. Die polizei sagt, dass es ein Begleitfahrzeug war welches den beim Überholen Bus berührt hat. Diese runfall lösst aber natuerlich Erinnerungen wach, als vor
einigen Jahren ein bekannter Sänger in einem unfall mit Paras getötet worden war. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=72392
28.4 Nach vier Jahren treffen sich die Parlamentarier wieder im Parlament. siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4952978.stm
28.4 Der frühere Premierminister Koirala , 85, soll neuer Premierminister werden. Er wurde vom König bestätigt. Da er aber an einer Lungeentzündung leidet, kann er nicht an de Eröffnungszeromonie des
Parlaments teilnehmen und auch noch nicht den Amtseid leisten. Koirala ist vorsitzender des Nepali Congress und war der erste frei gewählte Premier nach der Demokratisierung Nepals in 1990.
27.4 die Lage beruhigt sich in einer kaum glaubbaren Geschwindigkeit. Der Rückzieher des königs hat zu
einer grossen Erleichterung in der Bevölkerung geführt. Jetz thofft jeder, dass es einmal vorwärtsgeht. Jetz wird erst mal wieder gearbeitet und eingekauft.
26.4 Grossfeuer in Lukhla. Bei einem Brand sind vier größere hotels ein Raub der Flamen geworden. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=72141
interessanter Artikel in n24 über die Maoisten http://www.n24.de/politik/ausland/?n2006042715282500002
26.4 die Maoisten beenden ihre Straßenblockade und verkünden eine einseitige Waffenruhe für 3 Monate
Nachdem der König das Parlament wieder eingesetzt hatte, ging die Blockade dennoch erst mal weiter. Jetzt haben sie sie ebenfalls aufgehoben.
25. 4 Absage der geplanten Großdemonstration und große Erleichterung bei der Bevölkerung. Nachdem der König das Parlament wieder eingesetzt hat, wurde die Massendemonstration von den 7-Parteien
abgesagt. Es fanden aber mehrer und große friedliche Kundgebungen zur Feier des Sieges statt.
24.4 in einer zweiten Rede am Montag setzte ‚König Gyanendra das von ihm vor 4 Jahren aufgelöste
Parlament wieder ein. text: http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4940876.stm
xxxxxx
23. 4 Weiter Ausgangssperre und geplante Demonstrationen . Am Samstag den 22 April sind trotz
Ausgangssperre über 200 000 Demonstranten alleine in Kathmandu auf der Strasse gewesen. Sie konnten zwar ins
Zentrum kommen wurden aber ca. 1 km vor dem Palast zurückgeworfen. Zunehmend wollen viele Demonstranten
überhaupt keinen König mehr haben (Ich könnte mir aber vorstellen dass dies in der Landbevölkerung anders aussieht
und noch immer sind 80 % der Nepalesen Bauern). Zur Durchsetzung der Hauptforderung einer verfassungsgebenden
Versammlung rufen die 7 Parteien Allianz heute wieder zu Demonstrationen auf. Bisher geht man von 14 Todesopfern in Folge der Auseinandersetzungen aus. siehe auch http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4935410.stm
23.4 Die Rolle Indiens im Konflikt
Für mich war in der Vergangenheit die rolle Indiens recht undurchsichtig. In den 90 Jahren hat Indien massgeblich zur
Demokratisierung beigetragen indem es offen die Demokratiebewegung unterstütz hat- und dann war ja auch die
erste Regierung in Nepal von der „Nepalesischer Kongress Partei“ geführt der kleinen Schwester der indischen
Kongresspartei geführt. Und so ähnlich ist auch dass Verhältnis zwischen den zwei Staaten, bei der Indien deutlich ein
Führungsrecht erwartet und das kleinen Nepal einen nachvollziehbarer Minderwertskomplex hat und sich oft bevormundet fühlt. So kocht die Volksseele schnell hoch wenn es den Anschein hat, dass Indien mal wieder ein
unrecht getan hat, es reichte schon in der Vergangenheit , dass ein bekannter Sänger eine abschätzende Bemerkung über Nepal macht und schon gab es Strassenschlachten in Kathmandu!
In der jetzigen Auseinandersetzung zwischen Königshaus und der 7-Parteien-Allianz hat Indien voll die Forderungen
der letzteren unterstützt- auch die Ablehnung von Kommunalwahlen. Die Rolle Indiens beim Umgang mit den Maoisten
ist aber sehr undurchsichtig. Zu mindestens am Anfang hatten die Maoisten wohl ihre Rückzugsgebiete in Indien, wo
sie auch die Unterstützung der dort schon lange existierenden Rebellengruppen hatten. Es hatte oft den Anschein,
dass es der indischen Regierung gar nicht so unrecht war wenn Nepal mit internen Problemen zu kämpfen hatte,
würde es doch so automatisch etwas gefügiger zu den Wünschen Indiens sein müssen.(Indien hat mal die Grenzen
zu Nepal geschlossen und damit jeden Benzin und Ölimport verhindert, weil Nepal es gewagt hatte, Waffen in China
zu kaufen). Dann kam eine Weile wo Indien aktiv Maoistenführer verhaftete In der letzen zeit konnten sich die
nepalesischen Politiker mehr oder weniger offen in Delhi mit den Maoistenführer treffen. So konnten sie dort auch mit offener Unterstützung das 12 Punkteprogramm erarbeiten.
In der jetzigen Situation, nach dem Angebot des Königs wieder einen Premierminister der 7 Parteien zu akzeptieren
empfiehlt Delhi dass die Parteien darauf eingehen- diese wollen sich jetzt aber nicht mehr mit Kleinigkeiten abgespeist werden, mal sehen wie sich dass entwickelt.
Zu denken gibt mir eine Aussage des indischen Premierministers : “He also said that "extremely concerned over the deteriorating situation in Nepal", India would facilitate the smooth
transportation of Nepal-bound cargo from Kolkata and Haldia. Meanwhile, onboard Special Aircraft, Germany-bound Indian Prime Minister Dr Manmohan Singh said India could "not
afford" to see Nepal becoming a "failed state". He also welcomed the king's announcement, saying the announcement
had initiated the process for formation of a government in Nepal which exercises all executive powers.” Siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=71813
Was würde dies bedeuten, wenn die Maoisten die Macht übernehmen? Es könnte auch bedeuten, dass dann „Indien“
als „Schutzmacht“ einmarschiert und die interessanten Gebiete wie das Terrai unter seine Kuratel stellt. Sikkim war ja
auch mal ein selbständiges Königreich gewesen. Ich bin subjektiv davon überzeugt, dass solche Szenarien in den politischen und militärischen Indiens schon länger aktiv durchgespielt werden.
22.4 Weiterhin Ausgangssperre und geplante antimonarchistische Demonstrationen. in Kathmandu und Patan ist weiterhin für die nächsten Tage eine Ausgangsperre ab 12 Uhr mittags ausgerufen. Nichts desto
trotz ruft die 7 Parteien-Allianz zu Demonstrationen auf, so dass sich die Lage so schnell nicht beruhigen wird.
Der Schritt des Königs wird von als absolut unzureichend angesehen. Die USA raten der 7 Parteien-allianz jetzt
schleunigs einen Premierminister vorschlagen und mit also mit dem König zu kooperieren - der Vorschlag wird wohl so nicht auf grosse Begeisterung stossen. siehe auch http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4932894.stm
Denn es ist leicht gemeinsam gegen etwas zu sein aber viel schwerer sich auf etwas zu einigen. Bisher einigte
eigentlich nur eine Eigenschaft die nepalesischen Politiker aller Couleur - die Gier nach Macht und Geld. Dabei
standen leider die Interessen des Landes meist hintenan. Wie wenig sich bis jetzt die Situation geändert hat wurde sehr schön von “windshopper” im www.nepalboard.de beschrieben:
“1989: der Koenig (und seine Familie) haben die absolute Macht, Nepal ist eine Monarchie, der Koenig sogar
Gottkoenig 1990: Nepal *bekommt* eine Verfassung und wird monarchisch beobachtete und "absolut maechtig" kontrollierte korrupte Pseudo-Demokratie mit Proforma-Parlament 2001:
der Gottkoenig ist tot, es kontrolliert und regiert von nun an ein (neuer, unbeliebter, nicht minder maechtiger) Koenig die korrupte Pseudo-Demokratie mit Proforma-Parlament 1.2.2005
: Nepal wird pseudo-monarchische pseudo-demokratische Diktatur, mit Parlament und Verfassung fast ohne jeden praktischen Nutzen 21.4.2006
: wir haben den 31.1.2005, das proforma-Parlament darf dem nach wie vor "absolut maechtig" Kontrollierenden einen Personal-Vorschlag vorbringen, der gehoert und geprueft werden wird
Sonst ist nichts passiert ? Doch, der Kontrolleur hat sich ein bisschen mehr mit den direkten Landesnachbarn angefreundet, und die moechten und duerfen dieses Mal gleich mithoeren”
21.4 Vier Sherpas werden im Khumbu von einer Lawine verschüttet. Diese war die Folge anhaltender Schneefälle wie sie schon das ganze Frühjahr anhalten. Normalerweise werden Anfang April die Kartoffeln
gepflanzt und der diesjährige sehr harte und lange Winter ist sehr ungewöhnlich.
21.4 König akzeptiert einen von den Parteien bestimmten Premier und fordert baldige Neuwahlen. / Der Parteienallianz ist dies nicht ausreichend
In einen Fernsehansprache verkündete der König Gyanendra dass die 7 Parteien allianz einen Premierminister vorschlagen solle. Dieser und sein Kabinett sollen dann bald Neuwahlen organisieren. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=71693 . Er ist aber weder
zurückgetreten noch hat den den Oberbefehl über die Armee abgegeben. Eigentlich ist nur so in etwas der zusstand wie vor der Machtübernahme durch den König wieder hergestellt. In ersten Reaktion von den
politischen Parteien wurde dies als nicht ausreichend zurückgewiesen.
19-20 Massenproteste trotz Ausgangssperre in Nepal. Wenn am Anfang eher nur die üblichen politischen Aktivisten demonstriert hatten, so entwickelt sich der Protest
zunehmend zum Massenprotest der ganzen Bevölkerung. alleine in Kathmandu sollen über zehntausende demonstriert haben. an verschiedenen Stellen im Land schoss die Polizei auf die Menge. Es sollen schon
mindestens 5 Personen erschossen worden sein.
am 16 Tag der 15.4 Der Ausstand geht weiter. Mittlerweile ist der Ausstand schon im 12 Tag und paralysiert
das ganze Land. Trotz Ausgangssperre demonstrieren in vielen Städten viele Menschen, alleine in Kathmandu sollen es über zehntausend gewesen sein. Ein kleine Touristendemonstration in Thamel wurde sofort aufgelöst
und 8 Touristen verhaftet. Nach ein paar Stunden mit bei nepalesischen Tee im Polizei-Hauptquartier wurden sie aber wieder freundlich entlassen. in den letzen 12 Tagen sind aber in verschiedenen Städten mehrere
Menschen von der Polizei erschossen worden. Soweit ich es einschätzen kann, ist weiter sämtlicher Strassenverkehr zwischen und in den Städten unterbrochen. Es gibt Vermutungen, dass auch bald der
Flugverkehr stillsteht. Mittlerweile werden die Güter wie Gas, Benzin und Lebensmittel knapp. Die /-Parteien-Allianz hat Gespräche mit dem König abgeschlagen solang er nicht seinen Macht abgibt und das Parlament
wieder einsetzt.
9.4 Unbefristete Verlängerung des Ausstandes durch die 7-Parteien-Allianz
6-9 April Generalstreik im ganzen Land geplant. Es ist mit Verkehrsblockade zu rechnen.
27.3 4 Polen zwischen Jiri und Lukhla “entführt” . Nachdem Reuters India gemeldet hatte, dass 4 Polen
von den Maoisten entführt worden sind, wurde die Nachricht direkt von vielen Zeitungen in der ganzen Welt publiziert. Zwei von ihnen waren zu einem Esperanto-Kongress nach Kathmandu gekommen und hätten in
einem Telefonanruf an den Esperato-Verein berichtet , dass sie gefangengenommen worden wären. glücklicherweise tauchten sie dann zwei Tage später wohlbehalten in Lukhla auf. Anscheinend waren sie auf
ihrem Treck von den Maoisten aufgefordert worden 5000 Rupien (ca. 60 Euro) pro Person zu bezahlen und hatten dies verweigert. Darauf durften sie nicht weitertrekken und mussten wohl oder übel in dem Dorf
übernachten. Erst als sie am nächsten Tag bezahlten durften sie weitergehen. Sei hätten aber wahrscheinlich auch ohne Bezahlung jederzeit problemlos wieder zurückgehen dürfe so dass es in dem Sinne keine
Gefangennahme ist. Es ist vergleichbar, wie wenn man z.B. in auf der Autobahn Österreich zu schnell fährt. Wer
erwischt wird muss bezahlen oder das Auto bleibt dort stehen. Na ja, dass sie weitergehen konnten haben sie nicht mehr weitergemeldet und so nahm die Falschmeldung eben ihren Lauf.
******
23.3 der Führer der kommunistischen Partei UML Madhav Kumar Nepal ist verhaftet worden. Er was schon seit 2
Monaten unter Hausarrest gewesen.Die kommunistische Partei UML ist nicht mit den Maoisten verbündet und ist die zweitstärkste Partei in Nepal. siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4836356.stm
20.3 Die “unbefristete” Strassenblockadeder Maoisten ist wieder aufgehoben.
15.3 Prachandra wirft die Zentralkomiteemitglieder Ravindra Shrestha und Mani Thapa aus der Maoistischen Partei. Diese hatte gestern Prachandra und Baburam öffentlich angegriffen. http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=68209
14.3 Zwei wichtige Maoistenführer aus dem Zentralkomitee werfen Prachandra und Baburam Selbstherrlichkeit und unproletarische Rechtsabweichung vor siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=68205
14.3 Straßenblockade durch Maoisten ausgerufen. Wie schon öfters, haben die Maoisten ein unbefristete
Straßenblockade ausgerufen. Hierbei werden Barrikaden errichtet und Bäume auf die Straße gefällt. Oft werden diese Hindernisse zusätzlich mit Sprengkörpern versehen. Da zugleich Fahrzeuge die dennoch fahren
manchmal angegriffen werden, traut sich natürlich keiner mehr zu fahren. Meist dauert es aber nur einige Tage, bis dass die wichtigen Straßen wieder befahren werden und dann wurde
auch bisher immer der “Streik” vorzeitig abgebrochen. Ich musste selber mal drei Tage auf der Straße laufen, weil ich sonst nicht von jiri nach Kathmandu gekommen wäre siehe http://www.nepal-dia.de/BKD
-Reisebericht_Khumbu/BKD-_jiri_Strasse_strei_Makois/bkd-_jiri_strasse_strei_makois.html
27.2 Bombenanschlag in Pokhara. Als ein Polizeifahrzeug über einen belebten Straßenmarkt in Pokhara
kam, explodierte eine starke Bombe. Sie traf Straßenhändler und Fußgänger. Von den 12 Verletzten sind 3 schwer verletzt. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=66761
Nachruf für Frau Dr. Gudrun Corvinus. Anfang Januar erreichte uns die Nachricht, das Frau Dr. Corvinus in
ihrer Wohnung in Indien ermordet worden ist. Die Archeologin hat lange Jahre in Nepal geforscht . Ich möchte den Nachruf von Dr. Wolf Donner von der Deutsch -Nepalischen-Gesellschaft abdrucken. In Memoriam Dr. Gudrun Corvinus
14.2 Der frühere Premierminister Deuba und der frühere Minister Prakash man Singh sind wieder frei.
Sie wurden nach dem Urteil des obersten Gerichts, dass die Antikorruptionskommision (Royal Commission for Corruption Control (RCCC)) rechtswiedrig ist, auf freien Fuß gestellt. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=65419
13.2 Das oberste Gericht lösst die sogenannte “Antikorruptions”-Kommision auf. “Royal Commission
for Corruption Control (RCCC)”.Dieses war nach der Machtübernahme vom könig eingesetzt worden und sollte die Korruption auf obersten Ebenen bekämpfen. Dies hat sicher auch seine Berechtigung, waren doch die
ganzen letzten Regierungen ein Hort fetter Korruption und diese steht sicher ganz oben bei dne Gründen, warum Nepal weiterhin so unterentwickelt ist. Auch ist der zurückdrängung der korruption auf allen Ebenen
sicher einer der größten Erwartungne der Bevölkerung. Dies Antikorruptionsgericht hat dan unter anderem den früheren Premierminister Deuba und weitere hochrangig
Parteiführer zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Prozesse wurden von vielen Beobachtern allerdings als Schauprozesse angesehen. Nun wurde dass Antikorruptionspanel vom obersten Gericht als rechtswiedrig
annuliert und für null und nichtigerklärt. Da bisher die Regierung die Weisungen des obersten Gericht immer befolgt hat wird sie auch diese Verdikt wahrscheinlich befolgen. siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4708472.stm
11.2 Die Überreste von Sabine Grüneklee im Nagarjun Forrest gefunden. Letzes Jahr sind zwei europaeische Frauen verschwunden. Beide waren zuletzt im Nagarjun Forrest, einem kleinen Nationalpark
westlich von Kathmandu gesehen worden. Zwar fand man einige Kleidungsstücke aber auch die Suche mit deutschen Spuerhunden war erfolglos. Die jetzt gefunden Ueberereste sind wahrscheinlich von einen der
beiden vermissten Frauen - dies kann aber nur noch durch einen DNS Analyse geklärt werden. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=65316 Info zu den beiden vermissten auf der Seite vermisste Personen . . Am 13.2
hat sich dann die traurige Vermutung bestätigt, dass es sich um die Überreste von Sabine Grüneklee handelte. Sie konnte anhand ihrer Ringe identifiziert werden. siehe http://www.netzeitung.de/vermischtes/382349.html
9.2 Lage nach den Wahlen wieder beruhigt . Nun sind die Wahlen gegen den heftigen Wiederstand der 7
Parteien Allianz und der Maoisten durchgezogen worden. Angesicht der Drohungen und Behinderungen ist sogar eine so geringe Wahlbeteiligung erstaunlich hoch. Auf jeden Fall ist es nicht zu einer vollständig neuen
Situation gekommen und es scheint wieder deutlich ruhiger geworden sind. Ich war selber 1991 in Nepal als die Demonstrationen von einem ganz großen Teil der Bevölkerung getragen worden sind und die dann die
Abschaffung des Panchat Systems und die Abgabe der Machtfülle vom heute eher verklärten König Byrendra erzwungen haben. Ich glaube aber nicht, dass die jetzigen Demonstratioen den gleichen Rückhalt haben- denn
die jetzigen Parteien haben in den letzen 10 Jahren weitgehenst ihren Kredit durch Korruption und die Verfogung von Eigeninteressen verloren..
siehe auch http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4696492.stm
8.2 Bhand durch Maoisten beendet Nachdem die Kommunalwahlen deutlich behindert worden sind, haben die Maoisten den Bhand beendet.
8.2 Kommunalwahlen wurden bei sehr geringer Wahlbeteiligung durchgeführt An den Kommunalwahlen haben sich anscheinend im kathmandutal weniger as 25 % der Wähler beteiligt und
auf dem Lande noch weniger. Kein Wunder, haben doch die meisten Parteien zum Wahlboykott aufgerufen und gabe es nicht nur einen Bhand ( Verkehrsblockade) durch die Maoisten sondern wurden auch Kandidaten
eingeschüchtert und zwei wahrscheinlich von den Maoisten erschossen. Die 7 Parteien Allianz sagt dass ihr Boykott ein voller Erfolg ist und die Wahlergebnisse jeglicher Legitimation entbehren. Die / Parteien Allianz
besteht darauf, dass erst das alte Parlament wieder die Regierungsmacht übertragen bekommt, bevor man Kommunalwahlen ausrufen kann. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=64986 . Die
Vereinigten Staaten kritisierten laut kantipur online die Kommunalwahlen als einen "hohlen" Versuch die Macht des Königs zu legitimieren. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=65058 (zur Info Kantipur
und die Kathmandu post stehen der 7 Parteien Allianz sehr nahe und sind in starker Opposition zum König)
7.2 Kantipur online bringt ein langes Interview mit den beiden Maoistenführern Prachandra und Baburam Bhattarai siehe http://www.kantipuronline.com/interview.php?nid=64876
7.2 Mehrere Überfälle am Vortag der Wahlen. Aus mehreren Teilen in Nepal werden Überfälle durch die Maoisten. Die Polizei hat zum Teil busse requiriert um einen Fahrbetreib sicherzustellen
4.2 Einwöchige Bhand durch Maoisten. Um die Kommunalwahlen in eineigen Städten und Bezirken am 8
Februar zu stören und zu verhindern haben die Maoisten wieder eine Verkehrsblockade verkündet. Hierbei wird jeder bedroht, der denoch fährt und die Straßen werden mit gefällten Bäumen und Felsbarrikaden blockiert um
das abräumen zu erschweren , werden of noch zusätzlich Sprengsätze an den Hindernissen angebracht. Im Dezember 2004 bin ich musste ich selber von jiri bis nach Dolaghat laufen ( ca 110 km) wie die Straße
vollständig blockiert war siehe meine Seite: Streik! zu Fuß von Jiri nach Dolalghat
1.2. Groesseres Gefecht in Tansen.. Tansen liegt ungefähr 75 km westlich vom Chitwan Park ( das sind aber
ca 3 Busfahrstunden). In einem groesseren gefecht sind mindestens 2 dutzend Soldaten und Polizisten getoetet worden. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=64283
31.1 Podiumsdiskussion zur Lage Nepal in der deutschen Welle Es diskutierten Dr. Christian Wagner,
Politikwissenschaftler, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP),Forschungsgruppe Asien, Berlin Karl Heinz Siekmann, Deutscher Entwicklungsdienst (DED), bis November 2005 Landesdirektor Nepal, jetzt
Bonn Ram Thapa, Honorarkonsul Nepals und Vorsitzender der Deutsch-Nepalischen Gesellschaft, Koeln Priya Esselborn, Deutsche Welle, Redakteurin, DW-Radio/Hindi, Bonn
Ein Zusammenfassung der Diskussion wurde von Andreas Khanal im www.nepalforum.de veröffentlicht:
“ heute hat die bereits erwaehnte Podiumsdiskussion bei der Deutschen Welle (Radio) stattgefunden. Es war eine sehr ausgewogene Runde, mit - meinem Eindruck nach - weitgehend uebereinstimmendem
Meinungsbild. Die Gespraechspartner verfuegten ueber hohe Sachkompetenz und politischen Weitblick. Fuer aufmerksame Zuhoerer gab es einige wertvolle Hintergrundinformationen und Gedankengaenge, ueber
die es sich nachzudenken lohnt. Die Komplexitaet der Gesamtsituation wurde sehr deutlich. Nepal steckt - so die einhellige Expertenmeinung - in der Tat in einer sehr schwierigen, verstrickten Situation; in einer
Sackgasse, wie es sehr treffend von Herrn Thapa auf den Punkt geracht wurde.
Gerne will ich ein paar Punkte, die in den Einschaetzungen konkret angesprochen wurden, hier in meinen
Worten - so, wie ich es der Diskussion entnommen habe und mich daran erinnere - zusammengefasst mitteilen:
Koenig Gyanendra hat zwar sehr viel Wiederstand im Land, scheint aber im Moment noch ziemlich gefestigt zu sein. Wie lange noch, ist sicher fraglich. Er bekommt offensichtlich - vielleicht mehr als bisher allgemein
beachtet - starke Unterstuetzung durch China und Pakistan. China ermuntert ihn scheinbar, die Situation durchzuhalten. Beide Laender liefern Waffen, Munition und sogar Treibstoff auf dem Luftweg!
Die offizielle indische Haltung gegenueber dem Koenig ist zwar kritisch, dennoch gelangen wahrscheinlich noch immer auch militaerische Lieferungen nach Nepal.
China und Indien (sicher auch Pakistan) haben wirtschaftliche und politische Interessen, die mit dem Koenig an der Macht am Ehesten zum Zuge kommen.
Aufgrund alter Verbindungen, die noch von Koenig Mahendra stammen, scheinen wohl auch noch freundschaftliche Verpflichtungen einiger afrikanischer Laender gegenueber dem Koenigshaus zu bestehen.
Auch von dort kommt irgendwelche Hilfe.
Die Armee steht bisher als weitgehend geschlossener Block an der Seite des Koenigs. Wenn es bei
Grossdemonstrationen zu Gewalttaetigkeiten kaeme und die Armee staende vor der Situation, gegen das Volk zu schiessen, koennte dieser Block allerdings zu broeckeln beginnen. Es koennte Einheiten geben, die
nicht dazu bereit waeren, das mitzumachen.
Wie auch heutigen Medienberichten zu entnehmen war, wurden Armee und Sicherheitskraefte vom Koenig
von ca. 60.000 auf bis zu geschaetzte 200.000 Mann unter Waffen aufgestockt. Demgegenueber werden die Maoisten auf ca. 10.000 bis 15.000 Kaempfer geschaetzt.
Die Maoisten wurden offensichtlich mit der Zeit in ihrer Gesamtkampfkraft geschwaecht und sind sich darueber im Klaren, dass sie ihren Kampf militaerisch nicht gewinnen koennen. Immer wieder Opfer unter
der Zivilbevoelkerung sorgen fuer geringere Unterstuetzung aus dem Volk.
Als die Maoisten 1996 in den bewaffneten Kampf gegangen sind, war dies nicht gegen den Koenig, sondern
gegen die demokratisch gewaehlte Regierung und die Mehrheiten im Parlament gerichtet. Sie lagen bei etwa 6% und hatten keine Chance, ihre Ziele gegen die anderen Interessensgruppen durchzusetzen.
Wuerden die Maoisten heutzutage in einem Parlament vertreten sein, kaemen sie nach hoechsten Schaetzungen auf bestenfalls 20 bis 30%. Die Durchsetzung ihrer Ziele unter demokratischen
Gesichtspunkten waere nach wie vor mehr als fraglich.
Die Maoisten haben zwar grosse Teile auf dem Lande unter ihrer Kontrolle, jedoch leben dort ueberwiegend
einfache Bauern, die kaum eine Massenbewegung - wie das z.B. bei einer geschlossenen Arbeiterschaft der Fall waere - bilden koennte. Ohne Massenbewegung ist eine 'Revolution' kaum moeglich. Der
Diskussionsteilnehmer Dr. Wagner haelt eine regelrechte Revolution in Nepal fuer nahezu ausgeschlossen.
Die Machtzentrale ueber das Land war, ist und bleibt Kathmandu. Es reicht nicht, auf dem Lande seine Ziele nur unter Gewalt durchzusetzen. Wer die Macht ueber das Land haben moechte, braucht eine politische
Basis - oder mindestens die Armee. Die Maoisten verfuegen weder ueber das eine noch das andere.
Die demokratischen Parteien bestehen aus der 7-Parteienallianz, und ueber zahlreiche weitere Parteien, die
von den unterschiedlichsten Interessensgruppen und Waehlerschaften getragen werden. Sie moechten zwar alle die Demokratie, es gibt aber keine Partei, die wirklich mehrheitsfaehig ist. Es sind alles
Minderheitengruppen. Dadurch ist es generell sehr schwierig, auch unter demokratischen Verhaeltnissen, sich auf gemeinsame politische Ziele zu verstaendigen und diese auch durchzusetzen.
Neben den 'Oppositionsparteien' gibt es nach wie vor auch Parteien, die den Koenig unterstuetzen (z.B. Panchayat).
Die Mitgliederzahlen der wichtigsten Parteien belaufen sich in Kathmandu auf einige Tausend, vielleicht zehn-, vielleicht fuenfzehntausend (vielleicht auch etwas mehr) Personen. Der Koenig hat so seine Probleme
damit, die Parteifuehrer von Parteien dieser Groessenordnungen als bedeutende Repraesentanten des nepalischen Volkes, das aus ca. 23 bis 25 Millionen Menschen besteht, anzuerkennen.
Bei aller Kritik, bei allem Unvertaendnis am Verhalten Koenig Gyanendras, so ist der 'Koenig' als Institution, nach wie vor ein Symbol fuer die Einheit Nepals. (Ich erinnere daran, das Koenig Narayan 1768 aus
einzelnen Fuerstentuemern, die er mit hohem 'Blutpreis' geeint hat, das Land Nepal ueberhaupt ins Leben gerufen hat). Gyanendra faellt bisher wohl weniger unter die Kategorie, ein guter Koenig zu sein, jedoch ist er
immer noch in der Funktion seines Amtes, Koenig fuer alle Nepalis. Bei den Parteifuehren - seien sie in manchen Kreisen auch noch so beliebt - kann man so etwas nicht gerade behaupten, da sie nur Fuehrer von
Minderheiten sind. (Dies soll nur zur Erleuterung dienen und bitte nicht als Plaedoyer fuer den Koenig verstanden werden - Danke!)
Natuerlich kann ich nicht auf alle Punkte, die diskutiert wurden, eingehen (dafuer reicht auch mein Erinnerungsvermoegen nicht aus), jedoch denke ich, hier einige Wichtige davon angesprochen zu haben.
Wie gesagt - alles ein wenig kompliziert.
Wer sich fuer die Diskussion im Wortlaut interessiert - wie schon an anderer Stelle gesagt - sie wird als Audiodatei irgendwann in den naechsten Tagen unter www.dw-world.de, wahrscheinlich unter Adio on demand / Fokus 'Blick nach Asien', zum downloaden gespeichert.”
27-29. 1 Nur wenige Kandidaten melden sich für die Kommunalwahlen . Die von der Regierung geplanten Kommunalwahlen am werden von dem 7 Parteien Büdniss zusammen mit den
Maoisten abgelehnt und bekämpft. Dies beeinhaltet auch Drohungen gegen alle Kandidaten die sich aufstellen
lassen. Mittlerweile ist es zur regelrechten Machtprobe hochstilisiert worden und dass Parteienbuendniss hofft soweiso balsd den Koenig stuerzen zu koennen. Ein Kandidat soll von den Maoisten erschossen worden sein.
Mit persoenlich fehlt allerdings dass Verstaendnis, wieso die Verhinderung einer Kommunalwahl ein “demokratischer Erfolg” sein kann. Auf jeden Fall haben sich nur wenige nur wenige Kandidaten aufstellen
lassen und viele sind wieder zurueckgetreten.siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4654192.stm , http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4659232.stm
22.1 Schwere Zusammenstoesse in Kathmandu zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Trotz Verbot wurden Demonstrationen durchgeführt und es gab heftige zusammenstösse. siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4639282.stm
22.1 Ein Journalist aus Kathmandu berichtete dass die Demonstrationen ohne grosse Beteiligung der Bevölkerung stattfinden und es eher immer die gleichen Demonstranten wären.
20.1 mal wieder sind Handys abgeschaltet. Um die organisation von Protesten zu erschweren, ist der Empfang von handys unterbrochen worden.
19.1 Hunderte politische Führer wurden am Vortag von grossen Demonstrationen verhaftet. Für Freitag den 20 waren verschiedenen Demonstrationen geplant. Am Vortag hat die Polizei mehr oder weniger
alle Führer und wichtigen Aktivisten verhaftet. siehe http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/south_asia/4626852.stm
15.1 Ein sehr guter Übersichtsartikel von Andreas Khanal, der im nepalforum.de erschienen ist: Liebe Freunde, ist die Situation nun anders, ist sie ernster, bedrohlicher als sonst in der Vergangenheit, wenn sich die
Sicherheitslage verschaerfte? Das ist schwer einzuschaezen, meine ich; und ich denke ihr seht das sicher aehnlich.
In den letzten 10 Jahren, seitdem der Konflikt mit den Maoisten gewaltvoll wurde, aber auch vorher schon, gab es mehrfach Situationen, die zu kippen drohten.
Zu den schwierigsten Momenten, die ich in Nepal miterlebt habe, gehoeren im Jahr 1990 die Demonstrationen, die auf dem Durbar Marg stattgefunden haben. Vorangegangen waren die Demonstrationen in der damaligen
DDR und schliesslich der friedliche Mauerfall in Berlin, im Herbst 1989, die den Menschen in Nepal gezeigt
haben, dass es moeglich ist, durch Beharrlichkeit sich von der Last eines aufdiktierten politischen Systems zu befreien. Natuerlich hatte die breite Masse gar keine Ahnung, gar keinen Sinn dafuer und gar nicht
mitbekommen, was sich da im 'Lichtjahre' entfernten Germany getan hatte, aber es waren die politischen Fuehrer der damals verbotenen Parteien und die weltpolitisch interessierten, die Intellektuellen, die das sehr
wohl registrieten und an die Menschen herangebracht haben. Auch zu Koenig Bhirendras Zeiten fuehlte sich das Volk durch des Koenigs Staatsmacht, durch seinen Machtapparat, das Panchayat-System, um eine freie
Entwicklung, um die Gegenwart und Zukunft betrogen. Die Situation war gespannt bis zum 'geht nicht mehr', Zehntausende befanden sich vor den Meterhohen
Absperrzaeunen des Koenigspalastes und forderten die Zulassung von Parteien und die Demokratie. Sie wussten eigentlich nicht so genau, was das sein sollte, die 'Demokratie', ahnten aber, dass es etwas besseres
sein musste, als dass, was ihnen das ungerechte Panchayat-System, dass sie um ihre Lebenschancen brachte, geboten hatte.
Die Palastwachen fuehlten sich und den Palast durch die Menschenmasse bedroht - boese Zungen behaupten, die Koenigen habe den Schiessbefehl veranlasst - und es wurde in die Menge geschossen. Es gab zahlreiche
Tote, die letztendliche Folge war die Abdankung des Koenigs. Diese und viele andere gesammelte Erfahrungen sind heute Grundlage fuer die aktuelle Situation.
Der Koenig moechte es erst gar nicht zu Massenkundgebungen kommen lassen und setzt alles daran, die Strukturen dafuer rechtzeitig zu stoeren, die 7-Parteienallianz hingegen weiss, dass nur durch den massiven
Protest die bestehende Regierung und der Koenig zum Ruecktritt gezwungen werden koennen. Der vielleicht besondere Umstand an der jetzigen Lage ist der, dass nun nacheinander 'Schlag auf Schlag'
wichtige Termine kommen, zu denen die Menschen emotional besonders aufgeladen sein werden. Das Aufbegehren ist besonders gross, der Koenig besonders hart und starr in seiner Haltung. Hinzu kommt, dass
die Maoisten in den letzten Monaten genuegend Moeglichkeit hatten, sich neu zu sortieren und Kraefte zu sammeln. Sie konnten sich auf den Februar gut vorbereiten.
Die Frage bei diesem Machtkampf ist nun ob es dem Koenig mit seiner harten Linie gelingt, die Demokratiebewegung soweit zu schwaechen, dass sie wieder an Kraft verliert oder ob die Bewegung es schaft
, eine grosse Welle in Gang zu setzen, mit der der Koenig 'weggespuehlt' wird. Die Maoisten wissen, dass das Volk gerade jetzt dafuer arbeitet, sich der Monarchie zu entledigen, und es kann
sein, dass sie auf den richtigen Zeitpunkt warten, um vielleicht doch in irgend einer Weise einen, wie bereits ausgedrueckt, 'Showdown' herbeizufuehren.
Die Konstellation koennte die Maoisten oder die Demokratiebewegung in der Tat zu einem 'Jetzt oder nie' veranlassen.
10 Jahre bewaffneter Kampf ist ja schliesslich etwas. Da moechten die Maoisten wahrscheinlich schon zeigen, was sie immer noch so alles drauf haben. Psychologisch sind die naechsten Tage und Wochen fuer alle Seiten
von grosser Bedeutung - und das wird Folgewirkungen haben. So oder so steht das Land politisch vor einer entscheidenden Phase.
Es laesst sich derzeit einfach nicht sagen, ob diese Phase im Hinblick auf Gewalt einigermassen glimpflich ueber die Buehne geht oder ob es jetzt richtig kracht 'im Gebaelk'.
Ich denke auch, dass man aufgrund der jetzt sehr rasch stattgefundenen aktuellen Entwicklung zumindest in den naechsten Tagen moeglichst nicht nach Nepal fliegen sollte. Es geht dabei weniger, in eine unmittelbare
Gefahrenlage zu kommen, sondern in eine Gesamtsituation, der man vielleicht zwangslaeufig ausgeliefert ist. Bisher kriegen wir hier ja noch einigermassen mit, was sich ungefaehr in Nepal abspielt. Wenn aber die
Kommunikation (Internet etc.) abbricht, sieht die Sache anders aus. Und wer gerade im Land ist, koennte in seinen Interaktionen erheblich eingeschraenkt und gar bei einer eventuellen Sperrung des Flughafens oder
Einschraenkung des Luftverkehrs darin behindert werden, das Land im gewuenschten Zeitrahmen zu verlassen. Die Moeglichkeit, in den naechsten Tagen, besonders innerhalb Kathmandus, in Unannehmlichkeiten zu
geraten ist jedenfalls gegeben. Die Lage wirklich ernst zu nehmen, kann auch ich jedem nur raten. Wie bedrohlich das alles werden kann, muss
weiterhin mit einem Fragezeichen versehen werden. Gefahrenpotential ist im Moment aber leider genuegend vorhanden. Mit herzlichem Gruss Andreas ---
16.1 Ausgangsperre in großen Teilen von Kathmandu und anderen grossen Städten . Die Ausgangsperre gilt im Kathmanduer Stadgebiet von 11 uhr abends bis 4 uhr morgens. In sneren städten wie
zum Beispiel Pokhar gilt sie sogar von 9 uhr abend bis 5 uhr. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php
?&nid=62810
14.1 Maoisten greifen mehrere Polizeiposten im Kathmandutal bei Bakhtapur an. Sie trugen Armeeuniformen und warfen am frühen Abend (17:30 Ortszeit) erst Bomgben und griffen dann mit ca 100
Kämpfern die Polizeicheckposten an. Es wurden mindestens 12 Polizisten getötet, der Posten zerstört sowie Geld und Waffen erbeutet. Ähnliche Angriffe fanden auch in Patan und Kirtipur statt. siehe http://www.kantipuronline.com/kolnews.php?&nid=62634
Vorschau lokale Wahlen am 8. Februar. Zwischen Regierung und den Parteien ist ein heftiges Ringen um die Wahlen am 8. Februar ausgebrochen. Die Parteien bestehen darauf, dass nur sie die letzten gewählten
Vertreter seien und der König gar nicht das Recht hat, neue wahlen durchführen zu lassen. Sei wollen natürlich auch verhindern, dass diese geordnet über die Bühne gehen, denn damit würde ja auch die Machtübernahme
duch den König indirekt legitimiert. Wie es in den Wochen jetzt weitergehen wird, ist sehr ungewiss, es kann sowohl zu sehr großen Unruhen wie zu
einigermaßen geordneten Wahlen kommen. Dei Parteien und ihnen nahestehende Zeitungen sprechen schon jetzt von der baldigen Ablösungs des Königs - Ich würde dass aber noch nicht für sehr sicher hinnehmen.
Problematisch ist es in meinen Augen aber schon, wenn man im Namen der Demokratie Wahlen unbedingt verhindern will. Ein Grund könnt sein, dass die größte Partei, der Nepali Congress und andere der früheren
Regierungsparteien dabei wesentliche Stimmanteile verlieren könnten. unisono sagten mir fast alle nepalesischen Gesprächspartner dass wohl alle Politiker, der König und die
Maoisten nur lügen würden - eine traurige Aussicht.
4.1 Am Tag nachdem der einseitige Waffenstillstand von den Maoisten beendet worden ist, haben mehrere Zwischenfälle, unter anderem ein Bombenattentat in Pokhara stattgefunden. Die "7 Parteien-Allianz" macht dafür die unachgiebige haltun der Regierung verantwortlich.
Zur aktuellen Lage
zu den Nepalnews 2001
zu den Nepalnews 2002
zu den Nepalnews 2003
zu den Nepalnews 2004
zu den Nepalnews 2005
zum Mord an der Königsfamilie in 2001
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