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Entstehung des 
 Himalaya
Entstehung des Himalayas

Die Entstehung des Himalayas. Wenn man oben auf 3500 m in Nepal steht kann man sich kaum vorstellen, das der Boden ursprünglich am Meeresgrund gelegen hat. Doch die vielen Fossilien maritimen Ursprungs sind dafür ein unwiderlegbarer Beweis. Wer zum Beispiel im Annapurnagebiet im oberen Kali Gandaki wandert, der kann schon mal im Flussbett  selber welche finden. Noch mehr findet man um die Dörfer bei Muktinath, und tatsächlich besteht dort der goldgelbe Sandstein aus Ablagerungen aus dem Meer. 3500 m kann man sich ja gerade noch vorstellen, doch es geht auch noch viel höher. Kurz unter dem Gipfel des Everestes liegt das so genannte gelbe Band, auch es ist maritimen Ursprungs und enthält Fossilien.

 

Die Entstehung des Himalayas durch Plattentektonik

In den dreißiger Jahren stellte zum ersten Mal der deutsche Geologe Wegener die Theorie auf, dass die Kontinente ursprünglich zu einen großen Kontinent gehörten. Er hatte erkannt dass sich die heutigen Kontinente wie Puzzelstückchen in einander fügten.

Tatsächlich “schwimmen” die festen Erdteile als Kontinentalplatten auf dem schwereren Seegrund. Dabei werden sie von Magma-Strömungen tief im inneren der Erde mit Urgewalt weitergeschoben. Doch auch der Seegrund bildet große Platten. An den Bruchstellen, wo die die platten auseiander driften, dringt jetzt wieder frisches Magma nach oben und bildet neuen Seeboden. So gibt es zum Beispiel in der Mitte des Atlantiks eine reisen Bergkette, wo Immer wieder neuer Seegrund gebildet wird, da Europa und Amerika auseiander driften. Island ist dabei einer der wenigen Gipfelmassive, die es geschafft haben, bis über die Wasserfläche zu wachsen.

Da die Erde aber nicht größer wird, muss der neu gebildete Boden und mal an einer anderen Stelle wieder verschwinden. Da er schwerer als die Kontinente ist, taucht er oft einfach drunter und wird wieder zum Kreislauf der flüssigen Erde zurückgeführt. Hier ist das klassische Beispiel die Ostseite von Südamerika, wo die pazifische Platte unter die Anden rutscht. Da wir es ja weiterhin mit festem Gestein zu tun haben, kann man sich gut vorstellen das das nicht so reibungslos hinunter flutscht. Und so türmten diese Urkräfte weiterhin die Anden auf. Es gibt erstaunlicherweise kein Seeboden der älter als 150 Millionen Jahre ist, das er permanent diesem Kreislauf unterworfen ist!

Ähnliches ist mit dem Himalaya passiert: Ursprünglich war der indische Kontinent weit im Süden neben der Spitze von Afrika. Dort löste es sich vor ungefähr 60 Millionen Jahren und begann seine Wanderung gegen Norden als große Insel.

Zwischen der asiatischen Platte und Indien war das große Thetismeer in dem die Urtiere schwammen.

Mit dem rasanten Tempo von über 1 m pro Jahr raste der indische Kontinent weiter und schob die Meeresplatte unter den asiatischen Kontinent, der schon damals gestaucht wurde. Damals entstand im Tibet der Transhimalaya, der ja damals nicht allzu weit von der Küste entfernt war! Beim Abtauchen der Seeplatte  wurden zugleich schon Sedimente auf die asiatische Platte drauf geschoben. Als dann der indische Kontinent selber in die asiatische Platte rausche, kam es zum großen Crash. und wie bei einem Frontalzusammenstoss faltete sich die Knautschzone auf. Nichts anderes ist der Himalaya. Die Grenze zwischen asiatische Platte und indischer Platte verläuft dabei mitten durch Nepal. Dabei wird der Himalaya und Tibet noch immer weiter angehoben.

Zu der Entstehung des Himalayas gibt es ein paar wunderbar animierte Seiten, auf die ich gerne verlinke. Manchmal muss man für das Laden länger warten, aber es lohnt sich unbedingt:

Die Enstehung des Himalayas in der sehr schönen Seite Genius Loci

clearlight .com fossils die Haupseite

Plattentektonik Pangäa von clearlight (Englisch)

Kontinetalverschiebung von Archiv Erde

Besondergut haben mir die Seiten vom Paleogeological Projet gefallen:
Plattentektonik und viel mehr von Christopher R. Scotese ist eine Schatztruhe an Informationen und animierten Karten zur Erdvergangenheit (Englisch)

besonders interessant sind die Unterseiten:

Die letzten 200 mio Jahre Pangäa, mit der Drift von Indien

Die Drift von Indien im Speziellem

Die Entstehung des Meeresboden mit der Drift von Indien