Zusammenfassung: Nepal Trecking: die Annapurnarunde. Auf dieser Seite finden sie eine eher selten begangene aber dennoch sehr schöne und empfehlenswerte Variante, um die Annapurnarunde direkt bei Pokhara von Begnas Tal aus zu beginnen.

Die meisten Trecker beginnen die Annapurna- Runde in Dumre auf der Straße von Kathmandu nach Pokhara. Es gibt aber noch eine sehr schöne und lohnende Alternative, die von Pokhara beginnt und nur etwa 3 Tage länger braucht.

 

Karte der annapurnarunde ausschnitt BegnasTal bis Khudiklicken sie in die Karte um sie größere zu sehen:
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Karte Annapurna Nepal Kartenauszug aus der “Schneiderkarte” der Arbeitsgemeinschaft für Vergleichende Hochgebirgsforschung; Vertrieb Nelles Verlag, sie ist allerdings mittlerweile nicht mehr aktuell

 

 Trekking in Nepal die Annapurna runde Begnas TalBegnas Tal

Begnas Tal ist an einem kleine See gelegen. Man fährt am besten mit mit dem Bus oder Taxi die 15 km bis Begnas Tal, einer keinen Stadt. Dort kann man entweder den Trek beginnen oder man fährt mit dem Bus weiter bis Karputar. Der Trek beginnt mit einem den zweistündigen Aufstieg nach Pansch Baya . Von dort hat man eine wunderbare Aussicht auf das Annapurnamassif und die Seen weiter unten. Dieser Treck ist sehr wenig begangen, so dass die Lodgen eher karg sind. Doch zugleich ist es eine absolut lohnender Weg. Es ist allerdings ratsam, nicht alleine zu gehen, da man manchmal stundenlang durch einsame Wälder kommt.Trekking in Nepal Blick auf die Annapurna von Begnastal Es ist empfehlenswert, direkt in Panch Baya zu übernachten. Denn von hier bis Karputar gibt es nur noch ein kleines Teehaus auf dem Pass. Bei klaren Wetter im Oktober/november dürfte diese einer der schönsten Sonnenunter- und aufgänge der Runde sein.

Der Blick von Panch Baya, in der Mitte sieht man den Machapuchare und das Annapurna Massiv.

 

Mittlerweile gibt es auch einfache Straße von Begnas Tal bis Karputar, die sich an den steilen bewaldeten Talhängen durch dichte Wälder schlängelt und per Se ein Erlebnis ist. Es fahren täglich mehrere Busse. So kann man auch problemlos in einem Tag von Pokhara bis Shyauly Basar gelangen. Ich persönlich habe allerdings den Weg über Panch Baiya als sehr schön in Erinnerung und er vermeidet auch weitgehenst die Straße.

die Annapurna runde von Begnas Tal bis Khudi

Auf dem Weg nach Karputar

Trekking im annapurnagebiet  Begnas Tal bis khudi

 

Trekking im annapurna Gebiet begnas Tal bis Khudi
Der Weg verläuft  für einige Stunden im Flusstal

Von Karputar geht es weiter nach Syauli Basar. Hier gibt es ein paar Hilfsprojekte, die unbedingt sehenswert sind. Ingo Schnabel hat schon vor Jahren anfangs bei Kathmandu eine Rettungshundestaffel aufgebaut. Diese wird mittlerweile hier in Syaulibasar von Nepalesen weitergeführt. Als neues Projekt wurde eine Schule aufgebaut und eine Krankenstation. Das besondere ist, dass sich die Einheimischen dort für einen geringen Jahresbeitrag krankenversichern können und dafür dann später umsonst behandelt werden. Oft können sich nämlich die Nepalesen im Krankheitsfalle aus GeldmangMenschen in Nepalel nicht behandeln lassen oder  können die Medikamente nicht bezahlen. Dieses Projekt könnte ein Vorbild für das ganze Land werden. Ebenfalls wird versucht, “teure” Gemüse, wie z.b. Artischocken, für die es einen Markt bei den großen Hotels gibt, hier in Nepal anzubauen. Das Projekt hat jetzt auch eine Lodge , so dass man gut in Syauli Basar übernachten kann. Weitere Informationen unter HRDS.

 

Ab Shyauli Bazar hat das Wandern im eher flachen Gelände sein Ende. Denn vor einem türmen sich riesenhohe bewaldete Hügel auf und so werden die nächsten 10 Stunden  mit einem steilen Aufstieg verbunden sein. Erst einmal geht es durch Wald den steilen Hang hoch. Nach einer Weile kommen die ersten Felder in Sicht und man kommt in das schöne Dorf Nalma. Im Oktober und November blühen hier immer wieder meterhohe Weihnachtssterne.

Trekking in Nepal, Nalma zwischen Begnas Tal und Khudi

Nach dem sehr anstrengendem Aufstieg im Wald erreicht man endlich den flacheren Hügelrücken mit dem Dorf Nalma und seinen Feldern und Wiesen.

 

blick von Nalma in der Annapurnarunde
Blick von Nalma

Von Nalma folgt der Weg dem Bergrücken und man wandert  wieder viele Stunden in einem eher kargen und lichten Wald und hat sehr oft schöne Ausblicke auf das Lamjung- und dass Annapurnamassif. 

Man erreicht zuletzt das Dorf Baglungpani.  In diesem eher  kleinen und ärmlichen Gurungdorf gibt es nur noch eine sehr einfache Lodge. Oben im Schlafsaal sind ein paar einfache Betten. Allerdings habe ich dort 2009 das beste Daal Bhat seit langem gegessen! In Baglungpani sollte man unbedingt auf den Aussichtspunkt (am Ende des Dorfes links den Hügel hochgehen) Denn dort hat man den absoluten Balkonblick auf die Berge.

In Baglungpani gibt es einen Weg der nach Besisahar geht und einen der direkt nach Khudi führt. Fragen sie die Leute damit sie den richtigen erwischen. Denn Besisahar ist nicht so reizvoll, als dass sich ein Umweg lohnen würde.

 

Flussüberquerung beim TrekkingNepal Trekking

Wasserüberquerungen

Anfahrt und Zeitbedarf:

Von Pokhara: Am einfachsten mit dem Taxi für die 15 km oder Bus vom alten Busbahnhof in Pokhara, wo jetzt ein Markt ist, aber auf der Straße fahren Kleinbusse los.

Von Kathmandu. Der Abzweig nach BegnasTal liegt ca 10 km vor Pokhara. Evtl. können sie vor dem Aufladen des Gepäcks mit dem Busfahrer ausmachen, dass Sie dort rauswollen. Denn nur wenn ihr Gepäck ganz hinten ist, sollte es möglich sein, dort kurz auszusteigen. Von der Strecke ist es sinnvoll, erst  am frühen Nachmittag nach Begnastal zu fahren und die erste Nacht in Panch Baiya zu übernachten

Variante A:

Tag 1, nur nachmittags : Fahrt Pokhara Begnas Tal,  Begnas Tal -Panch Baya ca 2 h
Tag 2: Panch Baiya -Karputar
Tag 3: Karputar-Shyauli Bazar-Nalma (steiler Aufstieg)
Tag 4 : Nalma- Baglungpani-Khudi

Variant B:

Tag 1: Pokhara -Begnas Tal mit dem Bus bis Karputar.  weiter bis Shyauli Bazar
Tag 2: Shyauli Bazar-Nalma (steiler Aufstieg) - Baglungpani
Tag 3 : Nalma- Baglungpani-Khudi-Bhulbule

 

Hier eine aktuellere Wegbeschreibung von Wolfgang Soshin Drechsler aus 2004, die ich freundlicherweise hier einfügen darf:

Die Strecke von Begnas Bazaar nach Khudi am Annapurna Circuit wird selten gewandert, da es ja schon seit vielen Jahren eine Stichstrasse nach Besisahar gibt, die mittlerweile verbessert worden ist und als Schotterstrasse auch schon weiter nach Bhulbhule führt.

Trotzdem man dadurch drei Tage “verliert”, sei es jedem Trekker wärmstens ans Herz gelegt, in Begnas Bazaar zu beginnen, man würde sonst eine wunderschöne, romantische Strecke versäumen, die auch noch dazu einen viel deutlicheren Einblick in die Vielfalt der nepalesischen Landschaft und Kultur eröffnet.

Die Gegend wird in ihrem westlichen Teil bis nach Karputar von Angehörigen der hinduistischen Hügelkasten, vorwiegend Chetri, bewohnt, ab Shyauli Bazaar dominieren die buddhistisch/hinduistischen Gurung.

Der Charakter der Tour ist vergeichbar dem der Voralpen mit Höhen zwischen 500 m und 1700 m.

shyauli Bazar Es gibt Lodges in Panchbhayia, in Karputar, Nalma, und dann wieder in Baglungpani. Herausragend ist die Lodge des Holländers Ingo, der sie im Rahmen eines Projektes gebaut hat. Mit einem Aufenthalt dort unterstützt man das dortige Schul-, Spitals- und Rettungshundeprojekt finanziell mit. Die Preise sind äußerst moderat, insbesondere wenn man die gebotene Qualität miteinbezieht. Ein Link zum Projekt: http://www.hrdsnrescue.org.np/

Bild Wolfgan D. Dechsler

Routenverlauf:

Tag eins: Begnas Bazaar (690 m) – Shyauli Bazaar (550 m) über den Manakamana Deorali (905 m) Dauer: etwa sieben Stunden.

Von der Busumkehrstelle in Begnas Bazaar geht es ein steiles, geschottertes Sträßchen mit einigen Abkürzungen hoch nach Panchbhayia (knapp eine Stunde Gehzeit). Panchbhayia liegt auf einer Anhöhe etwa 300 Höhenmeter über und genau zwischen den beiden wunderschönen der See von BegnasTalSeen Begnas  und Rupakot.. Die Aussicht ist an mehreren Stellen hierganz besonders schön. Danach steigt man sanft wieder ins Tal ab, dem Fluss östlich vom Rupakot entlang auf gemütlichem Sträßchen. Sanft ansteigend arbeitet man sich auf  einem geschotterten Forststräßchen dann durch herrlichen subtropischen immergrünen Laubwald auf einen kleinen Pass hoch, der bei Nachfrage von Einheimischen als Manakamana Deorali bezeichnet wird, auf der Schneiderkarte ist er der Punkt 903m. Von Panchbhayia braucht man dazu gut weitere zwei Stunden.

Bild Wolfgang S. Drechler

 

Trekking in nepal AnnapurnarundeWenige Minuten nach dem Pass kommt man zu einer Weggabelung, bei welcher ein nach links weisendes Schild in nepalesischer Schrift angebracht ist. Hier unbedingt geradeaus gehen. Nun mäandert die Forststrasse entlang der Höhenlinien noch für weitere zweieinhalb Stunden sehr gemütlich bergab nach Karputar. Bei der Schule kurz vor Karputar nach links vom Sträßchen abzweigen und über eine neue kleine Betonbrücke zu den ersten Häusern von Karputar hinein. Gleich links vor der großen Hängebrücke gibt es eine kleine Lodge für den Notfall oder wenn man spät dran ist. Nach der Hängebrücke geht es dann kurz flussabwärts weiter und dann gleich das Tal des Midam Khola hinauf. Es ist alles sehr eben dort, die Flusstäler sind sehr weit, also steigt man sehr gemütlich an, weiter auf einem geschotterten Sträßchen. Nach etwa einer weiteren Stunde erreicht man Laxmi Bazaar und die letzte Stunde sieht uns direkt an den Flussbänken auf schmalen Weglein nach Shyauli Bazaar wandern, wo man in der Bavaria Lodge des oben genannten Projektes übernachten kann.

Tag zwei: Shyauli Bazaar (550 m) – Baglungpani (1630 m) über Nalma (1100 m)

Trekking auf dem höhneweg nach BaglungpaniNach den wenigen Häusern von Shyauli Bazaar wandert man auf den schmalen Waldwegen entlang des Midam Khola weiter etwa eineinhalb Stunden, bis man auf  eine sehr hohe Hängebrücke am Fuß des steilen Aufstieges nach Nalma trifft, die man bei Monsun überqueren muß. In der Trockenzeit gibt es eine kleine Holzbrücke, welche den Weg bedeutend abkürzt. Ein kleiner Teeshop erfreut Leib und Seele und hinauf geht es für etwa zwei Stunden auf  typisch nepalesischen Steinstufenwegen durch schönen Wald nach Nalma, das verstreut an einem Hügelkamm liegt und eine malerische Ansiedlung der Gurung ist.

Bild Wolfgan S. Dechsler

 

Hinter Nalma geht man eine kurze Zeit auf einem Forststrässchen, kann aber mehrfach abkürzen. Immer steil bergan, bis man den höchsten Punkt des Kammweges nach Baglungpani erreicht (etwa 1720 m). Auf diesem Kamm geht es dann weiter, die Höhe haltend. An dieser Stelle nicht nach links die Strasse ins Tal abbiegen, sondern halbrechts auf den Kamm zusteuern. Hier gibt keine Siedlungen mehr bis Baglungpani, wo man nach einem langen Marsch von etwa vier Stunden eintrifft. Beide Lodges in Baglungpani sind nicht berühmt.

Tag drei: Baglungpani (1630 m) – Khudi

Nicht die Strecke, welche auf der Schneiderkarte markiert ist, nach Nordwesten gehen, sondern direkt nach Nordosten steil (hinter dem großen Feld östlich von Baglungpani halblinks), bis man nach etwa zwei Stunden, zuerst durch Wald, dann durch Terassenfelder   Lamagaon erreicht. Von da an ist der Weg offensichtlich, es geht am Flussufer in nochmals etwa zwei Stunden nach Khudi, wo man auf die Strasse von Besisahar nach Bhulbhule und damit auch auf den Haupttrek trifft.

TIP: Diese Strecke ist von Andreas Pflüger sehr schön in Google Earth Ansichten eingearbeitet worden. Man kann so die Strecke erahnen und ab und zu bei einzeln Blickpunkten Photos anklicken.Annapurna 3D Andreas Pflüger 

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