Trekking in Nepal: Auf der Seite Gesundheit finden Sie Informationen zu  Impfungen u.A. gegen Tetanus, Hepatitis, Tollwut und KinderlähmungDurchfall Wasserdesinfektion mit Micropur und anderen Mitteln, der Höhenkrankheit , Erfrierungen und  zur Malaria, Zahnarzt in Kathmandu, nach der Rückreise

Impfungen für Nepal

Grundsätzlich empfehle ich jedem, ca 3 Monate vor der Reise  einen Arzt zu konsultieren und einen Impfplan zu erstellen. Ideal sind hierbei Impfberatungsstellen von Tropeninstituten, die es in mehreren großen Städten gibt. Die meisten Hausärzte haben mittlerweile auch aktuelle Nachschlagwerke. es gibt auch im Internet Seiten die Impfpläne vorschlagen.

Standardmäßig sollte man sich auf jeden Fall gegen: Tetanus, Typhus, Diphtherie und Hepatitis A impfen lassen. Mittlerweile gibt es schon eine kombinierte Hepatitis A+B Impfung. Hepatitis B ist zwar keine typische Krankheit für Nepal und es infizieren sich die meisten eher  in Deutschland, aber wegen der sehr üblen Auswirkungen sollte man sich direkt dagegen mitimpfen lassen. Polio, Tollwut und Enzephalitis können ebenfalls sinnvoll sein. Ich kenne persönlich mehrere Leute, die sich in Nepal und Indien mit Hepatitis A infiziert haben, es ist nicht empfehlenswert! Ich selber bin auch gegen die Menigokkoken Enzephalitis geimpft:

Im juli 05 schrieb Olga im Nepalforum folgenden Beitrag zum impfen:

Liebe Boardleser,
 ich bin praktische Aerztin und lebe seit sieben Jahren in Kathmandu.
Die Frage der Impfungen in diversen Foren im Internet gibt mir imer zu denken und dieses Mal moechte ich es wagen, mich mit meiner hiesigen Erfahrung zu dem sicherlich nicht einfachen Thema zu aeussern:
Tetanus, Hepatits A und Polio-Impfung sind ein Muss , keine Frage.  Hepatitis B ist fuer den Durchschnittstrekker weniger erforderlich, fuer Volontaere in Krankenhaeusern oder bei diversen sozialen Hilfseinsaetzen jedoch auf jeden Fall zu empfehlen.
 Nicht zu vernachlaessigen ist die Meningokokkenmeningitis ( Ausbruch in Delhi, Indien vor einigen Wochen). Ich wuerde eine Impfung bei laengerem Nepalaufenthalt durchaus in Erwaegung ziehen. Ohne Schrecken verbreiten zu wollen muss man anmerken, dass eine Meningitiserkrankung in den meisten Faellen rapide zum Tod fuehrt, falls nicht schnell und intensiv die richtigen Antibiotika verabreicht werden.
 Typhus: Wer nicht immer auf 100%ige Hygiene beim Essen achten kann oder will, dem ist diese Impfung anzuraten. > Eine vielleicht interessante Bemerkung dazu:
 Alles, was in Nepal mit Fieber und Durchfall einhergeht wird in den hiesigen Krankenhaeusern sofort als `typhoid` bezeichnet ohne die entsprechende Untersuchung auf Salmonella typhi (besagter Test ist nicht einfach durchzufuehren, der Nachweis des richtigen `Typhus` erfolgt also in den seltensten Faellen).
Mit anderen Worten, `Typhus` wird in Nepal absolut zu haeufig diagnostiziert und jede Campylobacter-, Yersinien- oder Salmonellen-, Shigellen-Enteritis faellt praktisch mit hinein in die klinische Diagnose. Fuer diese Erkrankungen ist die Typhusimpfung nicht wirksam. Genauso ist es mit Cholera:  Ich vermute, dass es in Nepal seit ueber zehn Jahren keinen Fall von Cholara gab.
 Genauso wie Typhus wird das Wort `Cholera` in den Krankenhaesern beliebig fuer waessrige Durchfallerkrankungen verwendet. Ein echter Ausbruch von Cholera mit Vibrio cholerae haette in den Armenvierteln um Bagmati und Vishnumati River eine Epidemie grossen Ausmasses zufolge, wie ich sie in den letzten zehn Jahren hier nie gesehen habe. Dies also als `food for thought` fuer Nepalkenner und medizinisch Interessierte,  Olga

Tollwut
Wer lange Treks in entfernte Gegenden macht oder nach Tibet fährt, sollte eine Tollwutimpfung überlegen. Denn sonst hat man nur 1 Woche Zeit zwischen Biss und der nötigen Antiserumgabe, die es nur in wenigen Krankenhäusern gibt. Das ist oft verdammt kurz. Mit Impfung hat man wenigstens 3 Wochen Zeit, dies ist realistisch, selbst wenn man in Dolpo treckt oder am Kailash ist. Die tibetischen Hunde sind im Gegensatz zu den friedlichen nepalesischen sehr angriffslustig und da die Tollwut unter ihnen , wie im Rest von Asien, häufig ist, muss man immer bei einem Biss von einer Tollwutinfektion ausgehen. Verpasst man die rechtzeitige Behandlung, so kann die Tollwut nicht mehr behandelt werden und ist tödlich!

Ergänzung:

Eine intensive Suche im Internet zu Tollwut in Nepal ergab folgendes Ergebnis:
In Indien sterben jedes Jahr eine große Anzahl Menschen nach einer Tollwutinfektion durch streunende Hunde. Da d
as Terrai  direkt muss man davon ausgehen, dass dort auch das Infektionsrisiko hoch ist. Wer’s genauer wissen will kann bei Promed in die archives Suchmaschine gehen und rabies und nepal eingeben. Erstaunlicherweise gibt es seit 2001 keine Nachrichten mehr.
Es gab schon Inder, die von Bombay nach Kathmandu flogen, weil dort der Impfstoff besser sein soll. (ich würde eher nach Bangkok fliegen wollen).
In den ganzen letzten Jahren hat sich anscheinend nur ein einziger Tourist infiziert, der aus Nepal einen kleinen süßen Welpen überland nach Deutschland bringen wollte. Im Iran wurde das süße Hündchen aggressiv und hat ihn gebissen. Er war zum Glück aber geimpft, so dass ihm nichts passiert ist.
Obwohl Tollwut nicht kurierbar ist (siehe Bericht aus Indien/Deutschland) und eine Impfung gut verträglich ist, scheint das Risiko trotz infizierter Hunde und Affen in Nepal tatsächlich so  gering zu sein, dass man evtl. darauf verzichten kann . Ich würde aber bei jeder Bissverletzung durch einen Hund oder Affen, und sei es auch nur ein Kratzer, sofort den Treck abbrechen um mir sofort Antiserum geben zu lassen. Dies gilt besonders für das gesamte Terrai z.B. für Chitwan und Bardia. Siehe auch Infodienst Buerger

Polio

Entgegen dem deutschen Namen Kinderkrankheit infiziert Polio auch erwachsene Personen. Polio war und ist noch immer in Indien, Pakistan, Nepal und Tibet verbreitet.

Der Arzt Stefan Koch schrieb mir nach seinem letzten Nepalaufenthalt:
In der Rubrik Gesundheit weist du darauf hin, dass die Polioimpfung sinnvoll ist. Nach meinem diesjährigen Aufenthalt in Nepal muss ich dringend zum Polioschutz raten da ich einige neu aufgetretene Fälle selbst gesehen habe. Scheinbar ist Polio immer noch sehr aktiv und wie du ja sicher weißt nicht auf Kinder beschränkt!!

Besprechen Sie diese Thema deshalb bitte auch mit Ihrem Arzt.

Kinderlähmung ist bitter - Schluckimpfung ist süß

Durchfall

In den letzten 10 Jahren ist zwar vieles besser geworden, aber dennoch müssen sie grundsätzlich mit einem ordentlichen Durchfall rechnen. Dabei ist die Chance in Kathmandu und Pokhara erstaunlicherweise größer als auf dem Treck. Mit ein bisschen Übung kann muss einem aber ein Durchfall nicht unbedingt die Laune verderben. Probieren Sie auf jeden Fall sich in Ihrem Reiseführer über Durchfallerkrankungen zu informieren.

 Leichter Durchfall  heilt meist von selber in 2-3 Tagen. Hier kann der Wirkstoff Loperamid (z.B. Immodium) nützlich sein, dieser stoppt die Darmbewegungen und sie haben anscheinend keine Probleme mehr. Unterstützend können Sie auch Aktivkohle nehmen. Loperamid unterdrückt aber nur die Symptome, heilt aber nicht die Ursache,  und bei bestimmten Durchfällen kann er sogar die eigentliche Krankheit verstärken.

Wenn Sie mit Durchfall im Bus oder Flugzeugreisen müssen ist Loperamid allerdings wirklich sehr nützlich.

Daneben kommen zwei Gruppen von ernsten Durchfällen häufig in Nepal vor:

1. Durch Bakterien verursachte Durchfälle, die meist mit hohem Fieber verbunden sind . Gesellt sich Fieber dazu, sollte man ein Antibiotikum nehmen, denn sonst ist man evtl. eine ganze Woche sehr krank. Sehr wirksam ist Norfloxazin, welches man in Nepal kaufen kann.

2. Durch Einzeller verursachte Durchfälle: Sie werden von Lamblien (Giardia) oder sehr selten von Amöben verursacht. Typisch ist das Fehlen von Fieber, Blähungen mit einem steinharten Bauch und bei Lamblien oft nach faulen Eiern stinkende Rülpser. Die Kombination von Blähungen und manchmal wässrigen Durchfall kann zu ausgesprochen explosiven Ergebnissen führen. Ich hockte mal auf einem Klo auf dem Everest-Treck, als es einen richtigen Knall gab und danach war die ganze Rückwand bis auf einem halben Meter Höhe voll. Es war wirklich sehr peinlich. Wenn sie also einen anderen Trecker mit angespannten Gesichtszügen wie auf Eiern und in Zeitlupe Richtung Klo gehen sehen, dann hofft er nur, dieses schnell aber gerade noch trocken zu erreichen. Lamblien haben die Eigenschaft, dass es einem immer mal wieder gut geht und danach wieder ein bisschen schlecht usw. denn der Körper gewöhnt sich nach einiger Zeit einigermaßen daran. Bei klaren Symptomen kann man 3 Tage lang je zweimal 1000 mg Tinidazol nehmen. Diese Medikament hat sehr starke Nebenwirkungen und man füllt sich kotzübel doch am vierten Tag geht es einem dann gut. während der Zeit darf man keinen Alkohol trinken. Tinidazol wird in Deutschland nur sehr zurückhaltend verschrieben, sie können es in Nepal in den Städten aber oft auch auf dem Treck kaufen. alternativ kann auch Metronidazol genommen werden, dann aber 5 Tage lang. Sollten sie in Kathmandu oder Pokhara krank werden, sollten Sie dort immer vorher einen Arzt besuchen.

Einzeller werden nicht nur durch infiziertes Wasser verbreitet, Die Zysten können auch einfach mit dem Geschirr oder alles was mit “beschmutzten “ Händen  berührt wird, übertragen werden.

Besonders wichtig für ihr Wohlbefinden ist bei allen Durchfällen, dass ihr Elektrolyt -Haushalt im Gleichgewicht bleibt. Bei Durchfall sind die Darmzellen nicht mehr in der Lage, diese Salz richtig aufzunehmen. Dadurch werden viele der Symptome wie Mattigkeit und Übelkeit, Schwäche und Kopfschmerzen verursacht oder verstärkt. Man nun herausgefunden, dass wenn man zugleich Zucker ( am besten Glukose) und Salze aufnimmt, diese besser aufgenommen werden. Man kann die optimale  Mischung kaufen, recht lecker ist Elotrans, welches man in jeder Apotheke in Deutschland kaufen kann. In Nepal nennt es sich ORS was soviel wie Oral Rehydration Solution heißt. Diese sind aber nicht so lecker wie Elotrans, deshalb lohnt sich der Kauf in Deutschland. Die Mischung löst man in Wasser auf. Ungelogen es hilft!

Übelkeit und Verdauungsbeschwerden

Manchmal führt die schwere körperliche Anstrengung geparrt mit der Essensumstellung und evtl. kleinen harmlosen Darminfektionen zu einer starken dauerhaften  Übelkeit und Unwohlsein, so dass man meint, das man richtig krank ist. Diese harmlosen Verdauungsbeschwerden sind oft nur auf eine mangelnde oder falsche Darmbewegung (Darmperistaltik) zurückzuführen, aber sie können einem ganze Tage vermiesen. Hier hat sich Metoclopramid ( Paspertin) als wirksam erwiesen, es harmonisiert die Darmbewegungen. Metoclopramid darf aber auf keinen Fall Kindern gegeben werden, da es bei ihnen zu schweren Nebenwirkungen kommen kann.

Wasserqualität und Wasserdesinfizierung

 In den letzten 15 Jahren hat sich die Wasserqualität auf dem Treck wesentlich verbessert, da mittlerweile fast überall das Wasser aus kleinen Quellen in Plastikrohren herangeholt wird. Leider kann es dennoch noch oft infiziert sein. Auf den großen Trecks kann man überall “Mineralwasser in Plastikflaschen kaufen, dieses ist gefiltert und sicher. Achten sie aber darauf, dass der Plastikdeckel der Flasche im Originalzustand ist. Ich habe selber schon erlebt, wie Flaschen mit normalem Wasser  aufgefüllt worden sind um sie dann wieder teuer verkaufen zu können! Aus diesem Grund sollte man auch seine eigenen Flaschen nach Gebrauch zerquetschen, so dass sie nicht “recycelt” werden können. Die Flaschen sind natürlich eine große ökologische Belastung und gehen in der Höhe auch ganz schön ins Geld, da sie ja bis dahin transportiert werden müssen.

Im Annapurnagebiet bietet ACAP mittlerweile in vielen Dörfern preiswert gefiltertes und sicheres Wasser an, welches vor Ort produziert wird. Hier füllt man einfach seinen eigenen Flaschen auf.

Wasserentkeimung

In Nepal können  neben Bakterien auch Einzeller ( Protozoen) wie z.B. Giardia und Amöben oder Viren das Wasser infizieren. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht und oft fehlerhaften Auskunft  z.B. in Outdoorgeschäften oder Apotheken wirken Mittel auf ausschließlich Silberionenbasis ( z.B. Micropur ) nur gegen Bakterien und bieten deshalb in Nepal  keinen ausreichenden Schutz . Micropur wird deshalb auch von der Herstellerfirma Katadyn nicht für Trecking empfohlen (siehe Katalog 8010931/2). Neuerdings bietet Katadyn aber Micropur Forte an, durch den Zusatz von Chlor werden nun auch Viren , Giardia, Amöben und Wurmeier  bekämpft. Ich persönlich halte die Infektion mit Protozoen (Einzellern) oder Würmern für gefährlicher als der durch Bakterien, da sie schwerer zu erkennen und zu behandeln ist. Ich habe bisher zweimal Amöben gehabt und auf einer Tibetexpedition ist uns eine Teilnehmerin fast an einer akuten Amöbenruhr gestorben.  Ich persönlich nehme dieses Risiko deshalb sehr ernst. Lassen Sie sich deshalb für ihren Nepalreisen wenn, dann nur Micropur Forte oder ein Mittel auf Chlorbasis geben und bedenken Sie das Risiko einer Amöben Infektion bei ihrer persönlichen Entscheidung. Alle chemischen Desinfektionsmittel  wirken nur bei klarem Wasser! und bei kaltem Wasser verlängert sich die benötigte Zeit evtl. beträchtlich.

Katadyn und andere Hersteller bieten auch Keramikfilter an, die  sehr zuverlässig alle Einzeller und Bakterien herausfiltern, aber nicht alle Viren. Keramikfilter haben zwei Nachteile, sie sind mehrere hundert Gramm schwer und recht teuer. Da sie aber sehr lange halten, lohnt sich evtl. die Investition und in wirklich abgelegenen Gebieten wie Tibet, manchen ländlichen Gebieten von Indien und ähnlichen sind sie unersetzlich. Seit 15 Jahren habe ich schon viele Expeditionstouren mit meinem Katadynfilter durchgeführt und möchte ihn nicht missen. Am sichersten ist die Kombination eines Keramikfilters mit eine chemischen Desinfizierung.

Bild: Trekking in Nepal, Wasserfilter von KatadynBachan filtert Wasser mit dem Keramikfilter direkt aus einem Fluss, es ist sofort trinkbar, köstlich kühl und lecker!

Man kann auch dass Wasser zuverlässig mit Jod oder Chlor desinfizieren.  Beide vernichten auch Viren.  Das Wasser muss dafür aber einigermaßen klar sein und man muss je nach Dosierung zwischen 30 und 40 Minuten warten.  Sie können Jod-Tinktur in den Apotheken in Nepal kaufen. Jod ist aber zum Beispiel in Deutschland wegen der möglichen Nebenwirkungen nicht erlaubt. Um den Geschmack zu verbessern fügen viele Leute z.B. Orangenlimoaroma bei. Achten Sie unbedingt darauf, dies erst nach der Desinfektionszeit beizugeben, sonst verliert das Jod seine Wirkung. Für Chlor gibt es auch spezielle Tropfen, die den Chlorgeschmack neutralisieren und auch in mancher europäischen Großstadt das Pläsier erhöhen könnten.

Wasserdesinfektion mit Aquamira

Stefan Koch aus Karlsruhe, ein  Arzt mit großer Nepalerfahrung ist, schrieb mir diese Mail:

würde auch nach den neuesten Erkenntnissen zur Wasserentkeimung auf Micropur forte durch die sehr hohe Chlorbelastung verzichten und auf ein Mittel mit dem Namen Aquamira wechseln. Der Vorteil liegt darin, dass in den Lösungen (2 kleine Fläschchen) 2% stabilisiertes Chlorin dioxid bzw. 5% phosphische Säure miteinander reagieren. Die Mischung ist stark wirksam gegen Bakterien, Viren und! Protozoen und doch so gut verträglich, dass es sogar für Schwangere empfohlen werden kann. Nebenbei fällt der penetrante Chlorgeschmack auch weg. Das Mittel wurde ursprünglich fürs amerik. Militär konzipiert und war selbst für die übelsten Sümpfe gedacht, ist jetzt aber auch für die "Pazifisten" erhältlich und kostet ungefähr 15 Euro.
Hab es natürlich selbst ausprobiert!

Abkochen . Ist natürlich eine recht wirksame Art, Wasser zu desinfizieren und glücklicherweise recht effizient, so dass man Tee trinken kann. auf großer Höhe (>4000 m ) kocht das Wasser aber schon bei niedrigeren Temperaturen, so dass eigentlich eine längere Kochzeit nötig wäre. Hier muss man einfach das Restrisiko in Kauf nehmen und sich nicht durch Sorgen den Treck verleiden lassen. Es ist illusorisch in den Lodgen darauf zu bestehen, dass das Wasser 10 min gekocht wird, sobald es aber schon mal kurz gekocht hat, sind die meisten Krankheitserreger schon tot.

Seien Sie sich auch bewusst, dass Wasser nur eine Ansteckungsmöglichkeit ist, verschmutzen Geschirr, Infektion durch die eigenen Hände, mit denen man vorher Zysten aufgenommen hat, Obst usw. sind viele weitere Möglichkeiten.

Eine interessante Seite auf English ist Drinking Water Safety

Höhenkrankheit

 In Nepal führen schon die Standardtrecks “Rund um die Annapurnas“ und in das Everestgebiet in Höhen von über 5400 m. Aber schon weit unter 4000 m kann im seltenen Einzelfall die Höhenkrankheit tödlich enden.

Der Thorong La ist mit 5415 m schon ein “gefährlicher” Pass

Wenn der Körper nicht genügend Zeit hatte, sich an die Höhe anzupassen, kann dies zu einem tödlichen Gehirn- oder Lungenödem führen. Erstaunlicherweise erkranken und sterben prozentual wesentlich mehr Leute aus geführten Gruppen als Einzelreisende. Dies wird darauf zurückgeführt, dass kranke Teilnehmer aus falscher Rücksicht nicht die ganze Gruppe aufhalten wollen und oft nicht früh genug dem Leiter ihre Beschwerden erzählen und es sowieso eher einen Gruppenerfolgszwang  gibt. Zudem gehen Gruppen oft relativ schnell!

Man unterscheidet 3 Krankheitsbilder

AMS Acute Mountain sickness: Symptome: Kopfschmerzen, leichte Übelkeit, starke Mattigkeit usw. Maßnahme: Auf keinen Fall weiter aufsteigen, auf der gleichen Höhe bleiben oder absteigen. Zur Unterstützung der Akklimatisierung nehmen viele Leute DIAMOX. Dieses hilft unter anderem bei leichten Kopfschmerzen und unterstützt eine regelmässigere Atmung beim Schlafen. Manche nehmen auch bei Kopfschmerzen Aspirin. Sollten diese aber damit nicht weggehen und stärker werden, muss man immer mit einem beginnenden Gehirnödem (HACE) rechnen.

Domink Boeker aus Köln schrieb mir hierzu folgende Zeilen: “ Das Nennen von Diamox und Aspirin (in fast einem Atemzug) läßt in mir ein kleines Warnlämpchen angehen, weil mich mein Arzt damals eindringlich davor gewarnt hat, Aspirin zu nehmen, wenn in den vorangegangenen 24 Stunden Diamox genommen wurde.
Warnungen vor der Einnahme von Aspirin in höheren Dosen finden sich auf
englischsprachingen Seiten.”

HACE Hight Altitude Cerebral Edema ( Gehirnödem) Steigern sich die Symptome wesentlich z.B. mit sehr starken Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, merkwürdigem Verhalten, Seh- und Höhrschwierigkeiten, so könnte dies der Beginn eines Gehirnödems sein. Jetzt heißt es sofort  und ohne zu Zögern absteigen, am besten mehrere hundert Meter oder bis zu dem Punkt, wo noch gar keine Symptome aufgetreten waren. Bleiben sie nicht oben, um auf einen Helikopter zu warten. Deswegen sind schon Leute in Namche Basar gestorben.
 Diamox ist bei HACE nicht wirksam !
 
Als Notfallmedikament und  um überhaupt absteigen zu können, kann man 8 mg Dexamethasone und anschließend alle 6 Stunden 4 mg einnehmen, es ist oft erstaunlich wirksam, so dass eine stark Besserung innerhalb von 30 min auftreten kann.  Dexamethasone führt nicht zu einer besseren Akklimatisierung!!!, es unterdrückt nur vorübergehend die ggf. tödlichen Symptome.
Ich persönlich habe aber schon absolut hilflose Leute gesehen, die  die nach Einnahme von Dexamethasone  wieder in der Lage waren, auf Ihren eigenen Beinen herunter zu gehen. Ist ein Abstieg in der Nacht sehr gefährlich, kann einem Dexamethasone evtl. erlauben, bis zum Morgen zu warten. Dexamethasone  kann sehr billig ( ca 0,2 Euro !!!) in Kathmandu in einer Apotheke gekauft werden, sollte aber wie gesagt nur als Notfallmedikament  benutzt werden.

hier ein Bericht von svenup im trekkingforum http://www.trekkingforum .com/forum/showthread.php?t=9526&page=2 der meine Empfehlung unterstreicht, grundsächlich Dexamethasone als Notfallmedikament dabei zu haben.

Ich kann zum Einsatz von Dexamethason einen völlig subjektiven Bericht liefern. Auf einer Tibet-Tour hat es mich auf circa 4200m "erwischt". Zunächst deutlich erhöhter Puls (ich bin nicht mehr mit dem Zählen nachgekommen), Kopfschmerzen und "Schummrigkeit", bis ich plötzlich abends am Tisch bewusstlos für einige Minuten zusammengebrochen bin. Glücklicherweise hatten wir einen Arzt im Team, der mir das mir bis dahin unbekannte Dexamethason verabreicht hat. Ein Abtransport in niedrigere Regionen war aufgrund der geographischen Gegebenheiten nicht möglich, sodaß ich - unter Beobachtung - die Nacht in dieser Höhe verbringen musste.

Das Mittel hat extrem gut und schnell gewirkt, sodaß ich die Nacht ohne Probleme überlebt habe und bereits am nächsten Tag wieder halbwegs hergestellt war. Ich jedenfalls werde das Mittel auf jeden Fall als Notfallmedikament in Zukunft immer bei mir haben und kann jedem nur empfehlen, sich vorher intensivst mit der Höhenkrankheit zu beschäftigen. Wobei die richtige Theorie des Absteigens im Notfall leider in der Praxis (z.B aufgrund geographischer Bedingungen) ebenso wie der langsame Aufstieg (zB aufgrund von Teamkonstellationen) ganz schön
schön schwierig umzusetzen ist.

HAPE High Altitude Pulmonaria Edema (Lungenödem) Wenn ein plötzlicher sehr starker Leistungsabfall, der evtl. aber nicht unbedingt mit Husten und rasseldem Atem verbunden ist , bemerkt wird, kann dies auf ein Lungenödem hinweisen. Ein Hinweis auf HAPE ist hierbei, wenn sich die Leistungsschwäche auch nach einer  Pause weiterhin verschlechtert.  Tückisch ist, dass die Symptome nicht immer deutlich sind und man nicht durch Kopfschmerzen gewarnt wird und deswegen gerade die Sportskanonen weitergehen, die Ihre Schwäche nicht zeigen wollen. Typischerweise kann HAPE auch noch nach zwei Tagen auftreten, wobei die Symptome sehr oft Nachts beginnen. Man sollte den/die Kranken etwas aufgerichtet lagern. Es haißt, dass die Lungengeräusche wie rascheldes Papier klingen- ich habe sie aber noch nie selber gehört.
Diamox ist bei HAPE nicht wirksam !
Als Medikament gibt man Nifedifin (z.B.  Adalat retard). Nifedifin kann sehr preiswert (ca 1 Euro) in Kathmandu gekauft werden. Warten Sie auf keinen Fall auf einen Helikopter und steigen sie unbedingt sofort ab! Denn ein akutes Lungenödem kann schon in drei Stunden zum Exitus führen, und da bleibt weder Zeit einen Heli zu organisieren noch auch nur zwei Stunden zu diskutieren, ob man den Menschen nun runterträgt oder nicht.

Der Margharita-Coctail.

In den Walliser Alpen liegt Europas höchste Hütte, der italienische Rifugio Margharita.  Da man in zwei Tagen viel zu schnell hochsteigen kann, werden viele Bergsteiger hier höhenkrank und es befindet sich dort eine Forschungsstelle zur Untersuchung der Höhenanpassung. Nach dieser Hütte wurde der Cocktail benannt. Er besteht aus Dexamethasone (8mg) + Nifedifine (z.B. Adalat retard 20 mg) + Diamox 500mg.

Man gibt ihn, wenn der Bewusstseinsstörungen auftreten, die Lippen blau werden und eine sehr schnelle aber nicht ausreichende Atmung auftritt. Sie können ihn auch verabreichen, wenn sie einfach nicht wissen ob der/die Kranke nun HACE, HAPE oder beides hat. Natürlich ist wieder ein sofortiger und schneller Abstieg nötig.

Anbei eine etwas saloppe Erklärung, warum man ein Lungenödem bekommen kann:

Beim Trekking Treff vom DAV Summit Club war einer der Referenten Dr. Schaffert .. Er berichtete über folgenden Mechanismus, der zum Lungenödem führt.
Bei Erwachsenen pumpt die eine Herzkammer das Blut durch die Lungen (Lungenkreislauf) Danach wird es über die Lungenvene zur zweiten Herzkammer geführt und von Ihr durch den Körper gepumpt (=Körperkreislauf)
Als Ungeborenes benötigen wir keine Durchblutung der Lungen und deshalb wird der Lungenkreislauf (vereinfacht  gesagt) durch eine Verengung der Lungenblutgefäße abgeklemmt. Zu diesem Zweck sitzen in der Lungenarterie und- vene Meßsensoren, welche auf einen niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut reagieren und ein Zusammenziehen der Gefäßwände auslösen. Beim Ungeborenen kann dabei das Blut mit beiden Herzkammern durch den Körpergepumpt werden, da in der Zwischenwand eine Öffnung ist, die nach der Geburt zuwächst. Dadurch werden erst dann die beiden Blutkreisläufe getrennt.

Viele Jahre später geht man dann auf eine Trekkingtour und in der Höhe sinkt der Sauerstoffgehalt . Steigt man nun zu schnell auf, hat der Körper  nicht genügend Zeit, seine Lungen-Meßsensoren an den niedrigen Sauerstoffgehalt anzupassen und so erinnern sich diese wieder an die guten alten Zeiten, denken dass wieder kuscheliges Leben im Mutterleib angesagt ist und tun folgerichtig den Lungekreislauf wieder abklemmen!
Das starke Herz schafft zwar noch immer den Wiederstand der Arterie zu überwinden, aber am Lungenausgang staut sich dann das ganze Blut an der zweiten Engstelle, der zusammengezogenen Lungenvene. So wird  mehr Blut in die Lunge hineingepresst als herauskommt worauf der innere Druck bis auf das sechsfache des Normalwertes steigt. Dafür sind  aber  die zarten Lungenbläschen überhaupt nicht angepasst und geeignet , erst quillt ihre Membran, so dass noch weniger Sauerstoff durchkommt und dann wird die Blutflüssigkeit durch sie einfach  in die Lungen durchgepresst, die sich im Spätstadium daraufhin mit Flüssigkeit füllen.
Das tragische ist, dass es sich hier um einen sich verstärkenden Regelkreislauf handelt!  Wenig Sauerstoff -> Verengung der Lungenarterie+Vene -> Lungenblutdruck
steigt -> Membranen quellen und lassen weniger Sauerstoff durch -> stärkere Verengung -> noch weniger Sauerstoff, Lungenblutdruck steigt noch mehr-> Lunge füllt sich mit Flüssigkeit-->überhaupt kein Sauerstoff mehr !
Dies erklärt auch die hohe Sterbensrate. Abwarten ist absolut sinnlos, schon bei einem ernstem Verdacht sollte man direkt Nifedifin oder Adalat nehmen und unbedingt sofort absteigen. Die Gabe von Sauerstoff ist bei HAPE sinnvoll, fragen Sie ggf. andere Gruppen, ob sie welchen dabei haben.

Das beste ist aber, von vornherein nicht zu schnell aufsteigen, und sich im Voraus bei jeder Trekkingtour über 3000m über die Höhenkrankheit und ihre Symptome  informieren und immer vorsorglich die Medikamente Dexamathasone und Nifedifin dabei zu haben. Auch wenn Sie sie nicht selber benötigen, können sie evtl. anderen Leuten damit helfen.

 

Gammowsack

Manchmal haben größere organisierte Reisegruppen einen speziellen Drucksack,  z.B. einen Gammow-Sack, dabei. Der Kranke wird hineingelegt und der Sack aufgepumpt bis das der Druck einer 1000m niedrigeren Höhe entspricht. Dies reicht oft, um die nächsten Stunden wieder auf eigenen Beinen heruntergehen zu können. Fragen sie deshalb nicht nur in Ihrem Dorf, sondern auch in auf- und abwärtsgelegenen Lodgen.

Wie kann man Höhenkrankheit verhindern?

Höhenkrankheit hat nichts mit Fitness zu tun, sondern nur, ob der Körper ausreichend Zeit zur Anpassung hatte. Legen Sie deshalb ab 3000 m ca alle 1000 m einen Akklimatisationstag ein und versuchen Sie pro Nacht nicht mehr als 500 m höher als in der vorhergehenden Nacht zu schlafen. Die Empfehlungen lauten sogar manchmal nur 300 m, dann sind Sie zwar auf der absolut sicheren  Seite, aber die meisten Trecker vertragen auf jeden Fall mehr. Oder auf Englisch gesagt: Climb high-sleep low. Jeden Tag den Sie für die Akklimatisierung verwenden, bekommen Sie als doppelten Genusstag zurück! Planen Sie deshalb von vorne herein genug Zeit ein!

Achten Sie auf Ihren Körper und auf eventuelle leichte Symptome. Gehen Sie nicht höher, wenn welche auftreten und kehren Sie um, falls sie ernster werden. Spielen Sie nicht den Helden, der mit zusammengebissenen Zähnen weitergeht, auch wenn Ihre Gruppe deshalb nicht weiterkommt. Ein Nepalurlaub ist einfach die falsche Zeit um ins Gras zu beißen.

Ab und zu geistern Tips wie mindestens 5 Liter Flüssigkeit am Tag Trinken als Maßnahme gegen die Höhenkrankheit im Netzt herum. Leider hilft das nicht da die eigentlichen  Ursachen dadurch nicht bekämpft werden. Eine übermäßige Wasseraufnahme kann sogar die Symptome der Höhenkrankheit verstärken, weil sie auch zu Gehirn - udn Lungenödemen führen kann. Siehe hierzu den ausführlichen Thread im Nepalforum http://www.trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=12314

Informieren Sie sich über alle Aspekte der Höhenkrankheit, z.B. im Reiseführern, aus Büchern usw. Infos gibt es bei bei der deutschen Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin. Sehr gut zu lesen ist die Seite des Expeditionsarztes Dr. med. Walter Treibel. Der Expeditionsalpinist Harmut Bielefeldt hat in seine umfangreichen Seite zu Expeditionen und Alpinismus eine spezielle und ausführliche Seite zu Höhenanpassung und -krankheit

Büchertip von von Stefan Koch :”Ich kann nur jedem das Buch von Oswald Oelz "Mit Eispickel und Stethoskop" nahe legen. Spannend geschrieben von einem der bekanntesten Höhenbergsteiger und profundem Fachmann auf dem Gebiet der Höhenmedizin. Oelz beschreibt hier seine "alpine Karriere" unter der Berücksichtigung seines med. Werdegangs inkl. haarsträubender Selbstversuche im Himalaya. Auch für den Nichtmediziner nachvollziehbar”

Wenn Sie englisch können und medizinisch vorgebildet sind klicken sie auf  http://www.high-altitude-medicine.com/AMS-medical.html

Sehr gut ist auch das klitzekleine und sehr leichte Buch The high Altitude Medicine Handbook ISBN 81-7303-128-2 von Pollard und Murdoch. Es passt wirklich noch in den kleinsten Rucksack und man bekommt es in Kathmandu für ca. 2€.

Ich habe immer bei den Hochtouren jeweils einen Strip Diamox, Dexamethasone und Nifedifin dabei, die man in Katmandu kaufen kann. zusammen mit dem Buch kosten die zwei letzten Notfallmedikamente Medikamente gerade mal 5 €, eigentlich recht wenig, wenn man bedenkt dass es ein Leben retten kann.

Achten Sie auch bei Ihren Freunden und anderen Trekkern auf Symptome und falls Sie welche vermuten, überzeugen Sie sie , früh genug abzusteigen. Beachten Sie bitte ,  dass auch Nepalesen höhenkrank werden können. Gerade Träger werden auch Angst ihren Job zu verlieren, erst sehr spät von Problemen berichten.

Wer langsam genug aufsteigt hat selten Probleme und kann die Treckingtour um so mehr genießen!

 

Dehydrierung

Ähnliche Symptome wie die der Höhenkrankheit können auch durch Dehydrierung  (= Austrocknung) auftreten. Auch dann kann die Person mit Lähmungen und Bewusstseinsstörungen hilflos am Wegesrand liegen und  nicht mehr sprechen und laufen können. Da ist es vor Ort oft unmöglich, die wahre Ursache erkennen zu können.

Man sollte deshalb bei Verdacht auf Höhenkrankheit auch immer an die Dehydrierung denken und parallel Flüssigkeit zuführen . Ich würde allerdings bei starken Symptomen von Höhenkrankheit / Dehydrierung nie hoffen,  dass es wohl nur Dehydrierung sein würde, sondern immer sofort mit der Gabe von den Notfallmedikamenten und einem zügigen Abstieg beginnen.

Auch wenn die Symptome ähnlich sein können, ist der Wirkungsmechanismus von Höhenkrankheit und Dehydrierung vollständig unterschiedlich und von einander unabhängig. Es ist daher kompletter  Unsinn, wenn gesagt wird, dass viel Trinken die Höhenkrankheit verhindern kann!

Aber natürlich heißt es aber, dass man

vorsorglich immer genug trinken soll,

um eben nicht zu dehydrieren. Mengenangaben und die Empfehlung, dass man unbedingt ab 4000 m mindestens 5 Liter am Tag trinken müsse, sind falsch. Sie waren aus der Atemfrequenz und der trockenen Luft berechnet worden. Tatsächlich kondensiert ein großer Teil der Atemfeuchtigkeit schon wieder in der Lunge, wenn die kühlere Luft eingeatmet wird.

Lesen sie zum Thema Dehydrierung und Höhenkrankheit  auch den  sehr informativen Artikel von der Bergsteigerin Dr. Dagmar Wabnig http://www.wabnig.net/exsikkose%2Bhoehe.htm

Eine zu große Flüssigkeitsaufnahme kann übrigens die gleiche Symptome wie Höhenkrankheit zur Folge haben. siehe http://www.trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=12314

 Literaturtips

Höhenanpassung von Klaus Mees

Broschiert - 96 Seiten - Bruckmann

Erscheinungsdatum: Juli 2005

ISBN: 3765442747 Preis 8,90 Euro

Mehr Informationen und Bestellung bei Amazon.de

Ich kann selber nur jedem empfehlen, sich vor einer hohen Trekkingtour in Nepal intensiv über der Höhenanpassung- und Krankheit zu informieren. Denn jedes Jahre sterben mehrere Trekker unnötigerweise daran weil sie zu schnell hochgehen und die Symptome oder Medikamente nicht kennen Urlaub ist einfach die falsche Zeit um sein  Leben dämlich auszuröcheln. Ich selber habe schon mehrmals Leuten helfen müssen, die nicht mehr auf eigenen Beinen gehen konnten und absolut hilflos waren. Sieh hierzu auch meine Seite http://www.nepal-dia .de/nepal_reisetips_informationen/Gesundheit_in_Nepal/gesundheit_in_nepal.html#Hoehenkrankheit

Klappentext : “Ob Sie eine Hochtour in den Alpen, die Besteigung des Kilimanjaro oder eine Expedition im Himalaya planen, ohne Anpassung an die dünne Höhenluft lassen sich solche Ziele nicht verwirklichen. Denn bereits ab 2500 m drohen bei falscher Höhentaktik Höhenkrankheiten, auch solche, die tödlich sind. Dieses praktische Taschenbuch hält alle wichtigen Infos, Trainingsmethoden, Tips und Tricks zur optimalen Höhenanpassung sowie Checklisten und weiterführende.”


Allgemein zur Höhenmedizin

Aufstieg in die Todeszone. Aus dem Tagebuch eines Expeditionsarztes.

von Klaus Mees Gebundene Ausgabe - 224 Seiten - Bruckmann

Erscheinungsdatum: September 2003 , ISBN: 376544035

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Kurzbeschreibung : Für Berufsbergsteiger ist es ein "Must”, für viele "Normalsterbliche” ein Traum: auf einem Achttausender zu stehen. Prof. Dr. Klaus Mees hat sich diesen Traum im Himalaya mit der Besteigung des Cho Oyus erfüllt. Als Höhenmediziner hat er seine Leidenschaft mit seinem Beruf verbunden und begleitet inzwischen regelmäßig Expeditionen auf die hohen Berge dieser Welt. Seine abenteuerlichen und auch gefährlichen Erlebnisse als Expeditionsarzt beschreibt er im vorliegenden Buch.


Büchertip von von Stefan Koch :”Ich kann nur jedem das Buch von Oswald Oelz "Mit Eispickel und Stethoskop" nahe legen. Spannend geschrieben von einem der bekanntesten Höhenbergsteiger und profundem Fachmann auf dem Gebiet der Höhenmedizin. Oelz beschreibt hier seine "alpine Karriere" unter der Berücksichtigung seines med. Werdegangs inkl. haarsträubender Selbstversuche im Himalaya. Auch für den Nichtmediziner nachvollziehbar”

Mit Eispickel und Stethoskop

von Oswald Oelz Sondereinband - 272 Seiten - As Verlag, Zürich

Erscheinungsdatum: 2002 , ISBN: 390511142X Preis 26,80

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Erfrierungen

Ich habe selber schon mehrmals erlebt, dass sich Trekker auf den hohen Pässen Erfrierungen zugezogen haben. Meist waren es nur kleine lokale Erfrierungen, die lästig sind, aber später wieder ausheilen, einmal hat einer aber am Thorong La an beiden Füßen schwere Erfrierungen und wir mussten ihn nach Kathmandu ausfliegen. Seine beide Füße waren dich geschwollen mit tiefen Rissen und er konnte nicht mehr laufen. Zur Prävention und Behandlung lesen sie bitte die drei Seiten , die ich auch schon für die Höhenkrankheit angegeben habe. Eine persönliche Erfahrung ist, dass anscheinend eine Daunenjacke die Wahrscheinlichkeit verringert, an den Füßen oder Händen Erfrierungen zu kriegen. Dies klingt zwar erstmal merkwürdig lässt sich aber folgendermaßen erklären. Wenn die Gesamt-Körpertemperatur sinkt, wird weniger Blut an die Extremitäten abgegeben da der Körper versucht seine Kerntemperatur rund um das Herz und im Gehirn  aufrechtzuhalten. Die Blutgefäße der Füße und Hände ziehen sich zusammen, . Da das Blut sowieso schon weniger Sauerstoff enthält werden sie dann evtl. zu wenig versorgt. Die klassische Alpenkleidung Fleece und Windstoppjacke isoliert aber tatsächlich weniger als eine Daunenjacke. Dies ist in unseren Breiten nicht so schlimm, da man einen leichten Temperaturabfall viel besser als auf über 5000 m verkraften kann.

Malaria

Da ich selber schon mit Malaria punktgenau auf der Rückreise am Frankfurter Flughafen zusammengebrochen bin, möchte ich unbedingt auf die Ernsthaftigkeit dieser Krankheit hinweisen. Ich kenne persönlich zwei Personen, die beinahe an Malaria gestorben sind. In Nepal tritt die Malaria fast nur im Terai auf, wenn sie also dorthin oder in den Chitwan-Nationalpark reisen wollen, sollten Sie  vor der Reise mit einem kompetenten Arzt über die richtige Malariaprofilaxe sprechen. Glücklicher weise ist selbst dort die Malaria selten und es gibt nur die leichten Formen. Die Gefahr einer Ansteckung ist nach dem Monsun im September/Oktober größer als im Januar-April. Malariaprophilaxe ist unter den Treckern sehr umstritten, und Erzählungen von problemlose Reisen ohne Prophylaxe helfen nicht, wenn die verseuchte Zombie -Mücke gerade bei Ihnen zusticht! Zudem kann recht schnell ein neuer Typ von Malaria auftauchen. Dies ist mir in Gujarat/Indien auf eine Fahrradtour passiert. Die Zeitungen schrieben zwar, dass im letzten Monat schon 150 Personen an der sehr gefährlichen und neu aufgetauchten Malaria tropicana erkrankt waren, doch Gujarat ist ja riesig, dachte ich wenigstens. Ich war dann wohl die Nummer 151! Im Frankfurter Krankenhaus wurde dann am gleichen  Tag wie ich eine bewusstlose Französin eingeliefert, die ihre Malaria tropicana in Rhajasastan bekommen hatte.

Zahnarzt in Kathmandu (empfohlen u.a. von Navyo)

European Dental Clinic,
Pako, New Road, Kathmandu,
Tel: 4216540,
Die Praxis ist im 3. Stock. Von aussen ist ein Schild angebracht.

 Nach der Rückreise

Wenn Sie im Terai z.B. im Chitwan National Park gewesen sind, sollten sie auch nach der Rückkehr bei einer schweren Erkältung oder Grippe die ( geringe) Möglichkeit einer Malaria immer in Betracht ziehen und grundsätzlich Ihren Arzt auf ihr Reisegebiet ansprechen.

Manchmal kommt man mit Einzellern, z.B. Giardia zurück. Diese manifestieren sich in regelmäßig wiederkommenden , oft leichten Durchfällen, mit Blähungen und Grummelbauch. Wesentlich schlimmer können die seltenen Amöben sein. Sobald Durchfallsymptome nicht nach einer Woche abklingen, empfehle ich in ein spezialisiertes Tropeninstitut zu gehen, denn nur dort und vor Ort können die Stuhlproben optimal untersucht werden. Viele Hausärzte lassen eine Stuhlprobe per Post an ihr Standardlabor schicken, doch bis die Probe ankommt, ist die Giardia schon lange nicht mehr feststellbar.


Auf der folgenden Seite Reiseapotheke habe ich einige Medikamente als Vorschlag aufgeführt


Für alle Fälle sollten Sie immer eine Auslandkrankenversicherung abgeschlossen haben!

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zur allgemeinen Nepalseite

  Sehen Sie wunderschöne Bilder aus dem Annapurnagebiet in meinen Diavortrag:

“Nepal - im Reich der Annapurnas”, eine Dia Multivisionsschau im Panoramaformat mit 6 Projektoren und einer 6 oder 9 m breiten Leinwand.

Eine Übersicht von vielen Büchern finden Sie nach Themengebiet geordnet im Bücherregal